{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:200717BIXZR56.16.0","court":"BGH","senate":"9. Zivilsenat","decided":"2017-07-20","aktenzeichen":"IX ZR 56/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIX ZR 56/16\nvom\n\n20. Juli 2017\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:200717BIXZR56.16.0\n\nDer IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter\nProf. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann, die Richter Grupp, Dr. Schoppmeyer\nund Meyberg\n\nam 20. Juli 2017\nbeschlossen:\n\nDie Kosten des Nichtzulassungsbeschwerdeverfahrens trägt der\nKläger. Hinsichtlich der übrigen Kosten des Rechtsstreits verbleibt\nes bei der Kostenentscheidung im Urteil des 2. Zivilsenats des\nOberlandesgerichts Köln vom 24. Februar 2016.\n\nDer Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf\nbis zu 470.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Nachdem der Kläger mit Schriftsatz vom 14. Juni 2016 die Hauptsache\nfür erledigt erklärt und die Beklagte zu 8 dem nicht innerhalb der gemäß § 91a\nAbs. 1 Satz 2 ZPO gesetzten Frist widersprochen hat, war über die Kosten des\ngegen die Beklagte zu 8 geführten Rechtsstreits unter Berücksichtigung des\nbisherigen Sach- und Streitstandes nach billigem Ermessen zu entscheiden\n(§ 91a ZPO).\n\n2 Für die Kostenentscheidung ist der mutmaßliche Ausgang des Beschwerde- und gegebenenfalls des Revisionsverfahrens zu berücksichtigen\n(BGH, Beschluss vom 30. September 2004 - I ZR 30/04, WRP 2005, 126; vom\n\n1. März 2007 - I ZR 249/02, NJW-RR 2007, 694, 695). Danach sind die Kosten\nin vollem Umfang dem Kläger aufzuerlegen. Eine für den Kläger günstige Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits könnte nur getroffen werden,\nwenn nach dem Sach- und Streitstand bei Eintritt des erledigenden Ereignisses\ndie Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision Erfolg gehabt und die\nDurchführung der Revision zu einer Verurteilung der Beklagten zu 8 geführt\nhätte. Dies ist hier nicht der Fall. Die Nichtzulassungsbeschwerde hätte keinen\nErfolg gehabt, weil ein Zulassungsgrund nicht gegeben war.\n\n3 Die Rechtssache hatte weder grundsätzliche Bedeutung, noch erforderte\ndie Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die\ngeltend gemachten Verletzungen von Verfahrensgrundrechten hat der Senat\n\ngeprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet. Von einer weiteren Begründung\nwird in entsprechender Anwendung von § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen.\n\nKayser Lohmann Grupp\n\nSchoppmeyer Meyberg\n\nVorinstanzen:\nLG Bonn, Entscheidung vom 28.04.2015 - 7 O 233/14 -\nOLG Köln, Entscheidung vom 24.02.2016 - 2 U 87/15 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-07-20/ix-zr-56-16","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 91a","ref_norm":"91a","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 543","ref_norm":"543","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-07-20/ix-zr-56-16","retrieved":"2026-10-24 08:01:02.452886+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-07-20/ix-zr-56-16","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"9. 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