{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2017-06-20_XI_ZR_108_17_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:200617BXIZR108.17.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2017-06-20","aktenzeichen":"XI ZR 108/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 108/17\n\nvom\n\n20. Juni 2017\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:200617BXIZR108.17.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. Juni 2017 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Joeres, Maihold und\nDr. Matthias sowie die Richterin Dr. Menges\n\nbeschlossen:\n\nDer Wert der mit der beabsichtigten Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 26 Nr. 8 Satz 1 EGZPO) wird auf bis zu 19.000 €\nfestgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Der Wert der mit der Revision geltend zu machenden Beschwer beläuft\nsich auf bis zu 19.000 € und bleibt damit hinter der Wertgrenze des § 26 Nr. 8\nSatz 1 EGZPO zurück.\n\n2 Im Falle eines wirksamen Widerrufs ist das Schuldverhältnis gemäß\n§ 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12. Juni 2014 geltenden Fassung nach\nden §§ 346 ff. BGB rückabzuwickeln, so dass für den Wert der Beschwer, wenn\nwie hier der Sache nach auf Feststellung geklagt wird, dass der Darlehensvertrag sich in ein Rückgewährschuldverhältnis umgewandelt hat, die Leistungen\nmaßgeblich sind, die der Darlehensnehmer gemäß §§ 346 ff. BGB beanspruchen zu können meint (Senatsbeschluss vom 12. Januar 2016 - XI ZR 366/15,\nWM 2016, 454 Rn. 6 f.). Maßgeblich sind dabei die Zins- und Tilgungsleistungen bis zum Widerruf (Senatsbeschluss vom 10. Januar 2017 - XI ZB 17/16,\njuris). Das sind hier gemäß den Angaben der Klägerin auf der Grundlage von\n63 Raten zu 283,33 € und einer Rate zu 245,56 € insgesamt 18.095,35 €.\n\n3 Daneben hat die negative Feststellung, dass die Klägerin der Beklagten\nnicht mehr als den von ihr aufgrund des Rückgewährschuldverhältnisses errechneten Saldo schuldet, keinen eigenständigen, darüber hinausgehenden\nWert (Senatsbeschlüsse vom 4. März 2016 - XI ZR 39/15, BKR 2016, 204 Rn. 3\nund vom 25. Oktober 2016 - XI ZR 6/16, WM 2016, 2299 Rn. 5).\n\n4 Die Feststellung des Annahmeverzugs hat entgegen der Rechtsmeinung\nder Klägerin ebenfalls keinen eigenständigen wirtschaftlichen Wert (Senatsbeschlüsse vom 6. Juli 2010 - XI ZB 40/09, WM 2010, 1673 Rn. 16, vom\n25. Oktober 2016 - XI ZR 33/15, juris Rn. 3 und vom 19. Dezember 2016\n- XI ZR 539/15, juris Rn. 4).\n\n5 Dem Antrag festzustellen, dass die Beklagte verpflichtet sei, der Klägerin\nden Schaden in vollem Umfang zu ersetzen, der ihr nach dem 17. April 2015\n\"aus der zeitlich verzögerten Umfinanzierung der Restschuld aus dem Verbraucherdarlehensvertrag […] bei einem anderen Kreditinstitut entstehen\" werde,\nhat die Klägerin in der Klageschrift selbst keinen besonderen Wert beigemessen. Auch die Beschwerdebegründung gibt für diesen Antrag keinen gesonderten Wert an. Der Antrag führt nicht zur Erhöhung der Beschwer über die Wertgrenze bis zu 19.000 € hinaus.\n\n6 Die von der Klägerin beanspruchte Erstattung vorgerichtlich verauslagter\nAnwaltskosten betrifft eine Nebenforderung und erhöht den Wert der Beschwer\ngemäß § 4 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO ebenfalls nicht (Senatsbeschluss vom\n19. Dezember 2016 - XI ZR 539/15, juris Rn. 4).\n\n7 In der Sache verweist der Senat auf seinen Beschluss vom\n27. September 2016 (XI ZR 309/15, WM 2016, 2215 f.), auf den sich richtigerweise auch das Berufungsgericht bezogen hat und der die von der Klägerin\n\naufgeworfene Frage der Schädlichkeit einer Leerstelle hinter der Angabe \"zwei\nWochen\" im Sinne des Berufungsgerichts beantwortet.\n\nEllenberger Joeres Maihold\n\nMatthias Menges\n\nVorinstanzen:\nLG Verden, Entscheidung vom 24.06.2016 - 4 O 372/15 -\nOLG Celle, Entscheidung vom 11.01.2017 - 3 U 226/16 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-06-20/xi-zr-108-17","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 4","ref_norm":"4","n":1},{"jurabk":"BGB","ref":"§ 357","ref_norm":"357","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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