{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:111017B1STR223.17.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2017-10-11","aktenzeichen":"1 StR 223/17","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 223/17\nvom\n11. Oktober 2017\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht\ngeringer Menge\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2017:111017B1STR223.17.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. Oktober 2017 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Beschluss vom\n7. September 2017 wird kostenpflichtig zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Das Landgericht Stuttgart hat den Verurteilten mit Urteil vom\n22. Dezember 2016 wegen bandenmäßigen unerlaubten Handeltreibens mit\nBetäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von fünf\nJahren und drei Monaten verurteilt.\n\n2 Seine hiergegen gerichtete Revision hat der Senat mit Beschluss vom\n7. September 2017 gemäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\n\n3 Gegen den Beschluss hat der Verurteilte mit Schriftsatz seines Verteidigers vom 16. September 2017 die Gehörsrüge nach § 356a StPO erhoben, mit\nder er geltend macht, der Verwerfungsbeschluss sei nicht begründet worden.\n\nII.\n\n4 Die Anhörungsrüge ist unbegründet (§ 356a Satz 1 StPO). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen der Verurteilte nicht gehört worden wäre, noch hat er bei der Entscheidung zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen.\n\n5 Der Senat hat das gesamte Revisionsvorbringen des Verurteilten\n– einschließlich seiner Ausführungen in den Gegenerklärungen vom 20. Juni\n2017 und vom 23. Juni 2017 zu dem Antrag des Generalbundesanwalts – in\nvollem Umfang bedacht und gewürdigt, es aber nicht für durchgreifend erachtet.\n\n6 Es ist dem Verfahren nach § 349 Abs. 2 StPO immanent, dass der Verwerfungsbeschluss ohne Begründung ergeht (vgl. BVerfG, Beschluss vom\n30. Juni 2014 – 2 BvR 792/11, NJW 2014, 2563, 2564). Dies gilt auch, wenn ein\nVerurteilter seine Revision nach der Antragstellung durch den Generalbundesanwalt ergänzend begründet. Aus Art. 103 Abs. 1 GG folgt keine Verpflichtung\nder Gerichte, jedes Vorbringen eines Beteiligten ausdrücklich zu bescheiden\n(vgl. BGH, Beschluss vom 10. August 2017 – 5 StR 167/17).\n\n7 Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des\n§ 465 Abs. 1 StPO (vgl. u.a. Senatsbeschlüsse vom 22. Juli 2016 – 1 StR\n579/15, NStZ-RR 2016, 351 und vom 22. Mai 2015 – 1 StR 121/15).\n\nRaum Jäger Cirener\n\nRadtke Hohoff","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-10-11/1-str-223-17","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-10-11/1-str-223-17","retrieved":"2026-10-24 07:52:15.641083+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-10-11/1-str-223-17","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2017-10-11","dockets":["1 StR 223/17"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:111017B1STR223.17.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:111017B1STR223.17.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 11.10.2017 – 1 StR 223/17","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-10-11/1-str-223-17","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Beschluss vom\n7. September 2017 wird kostenpflichtig zurückgewiesen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":2},{"id":"StPO/356a","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"356a","label":"§ 356a StPO","mentions":2},{"id":"GG/103","law":"GG","abbreviation":"GG","ref":"103","label":"Art 103 GG","mentions":1},{"id":"StPO/465","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"465","label":"§ 465 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:52:15.641083+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}