{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2017-05-09_XI_ZR_484_15_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:090517BXIZR484.15.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2017-05-09","aktenzeichen":"XI ZR 484/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 484/15\n\nvom\n\n9. Mai 2017\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:090517BXIZR484.15.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 9. Mai 2017 durch den\nVizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und Maihold\nsowie die Richterinnen Dr. Menges und Dr. Derstadt\n\nbeschlossen:\n\nDer Wert der mit der beabsichtigten Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 26 Nr. 8 EGZPO) wird auf bis zu 18.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 Mit dem Antrag zu Ziffer I. 1. erstrebt der Kläger die Erstattung des investierten Kapitals abzüglich der erhaltenen Ausschüttungen in Höhe von\n13.395,85 €.\n\n2 Der daneben mit dem Antrag zu Ziffer I. 2. begehrte Ausgleich entgangenen Gewinns ist nur in Höhe von allenfalls 1.799 € zu berücksichtigen. Dies\nentspricht den für die Zeit vom 8. Juli 1999 bis zum 16. Januar 2008 geltend\ngemachten Zinsen aus einem die Hauptforderung von 13.395,85 € übersteigenden Betrag. Im Übrigen erhöht der begehrte entgangene Gewinn in Höhe\nvon 4% p.a. als Nebenforderung im Sinne von § 4 Abs. 1 Halbsatz 2 ZPO die\nBeschwer nicht (vgl. Senatsbeschlüsse vom 8. Mai 2012 - XI ZR 261/10, WM\n2012, 1211 Rn. 14, vom 15. Januar 2013 - XI ZR 370/11, juris und vom 6. Dezember 2016 - XI ZR 242/16, juris; BGH, Beschluss vom 27. Juni 2013 - III ZR\n143/12, WM 2013, 1504).\n\n3 Der Feststellungsantrag zu Ziffer II. bezüglich der Verpflichtung der Beklagten, den Kläger von weiteren finanziellen Nachteilen infolge eines möglichen Wiederauflebens der Haftung gemäß § 172 Abs. 4 HGB sowie von allen\nweiteren finanziellen Nachteilen infolge der Beteiligung an dem streitgegenständlichen Fonds freizustellen, ist lediglich mit 10% des Nominalwertes der\nvon dem Kläger gezeichneten Beteiligung, also mit 2.045,17 €, zu veranschlagen (vgl. Senatsbeschluss vom 15. Januar 2013 - XI ZR 370/11, juris). Denn es\nist nicht ersichtlich, dass dem Kläger eine Inanspruchnahme gemäß § 172\nAbs. 4, § 171 Abs. 1 HGB gerichtet auf Rückzahlung ausgeschütteter Beträge\nin einem Umfang drohte, der eine höhere Bewertung des Feststellungsantrags\nrechtfertigte. Auch für den Eintritt weiterer finanzieller Nachteile infolge der Beteiligung, wie etwa Kosten infolge der Übertragung der Anteile an der Gesellschaft und ggf. anfallende Gewerbesteuer, die im Klageantrag beispielhaft genannt sind, sind keine Anhaltspunkte gegeben.\n\n4 Dem Antrag zu Ziffer III. auf Feststellung des Annahmeverzugs der Beklagten kommt neben dem auf eine Zug-um-Zug-Verurteilung gerichteten Antrag zu Ziffer I. keine eigenständige wirtschaftliche Bedeutung zu (vgl. Senatsbeschlüsse vom 23. Februar 2010 - XI ZR 219/09, juris und vom 6. Juli 2010\n- XI ZB 40/09, WM 2010, 1673 Rn. 16).\n\n5 Bei dem Antrag zu Ziffer IV. auf Erstattung vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten handelt es sich, wenn die Hauptsache - wie hier - Gegenstand des\nRechtsstreits ist, ebenfalls um eine Nebenforderung gemäß § 4 ZPO, die die\nBeschwer nicht erhöht (Senatsbeschlüsse vom 2. Juni 2015 - XI ZR 323/14,\njuris mwN und vom 19. Dezember 2016 - XI ZR 539/15, juris Rn. 4).\n\nEllenberger Grüneberg Maihold\n\nMenges Derstadt\n\nVorinstanzen:\nLG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 27.09.2013 - 2-7 O 282/12 -\nOLG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 15.09.2015 - 10 U 208/13 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-05-09/xi-zr-484-15","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 4","ref_norm":"4","n":2},{"jurabk":"ZPOEG","ref":"§ 26","ref_norm":"26","n":1},{"jurabk":"HGB","ref":"§ 171","ref_norm":"171","n":1},{"jurabk":"HGB","ref":"§ 172","ref_norm":"172","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-05-09/xi-zr-484-15","retrieved":"2026-10-24 08:01:59.859043+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-05-09/xi-zr-484-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"11. Zivilsenat","date":"2017-05-09","dockets":["XI ZR 484/15"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:090517BXIZR484.15.0","ids":{"doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2017-05-09_XI_ZR_484_15_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:090517BXIZR484.15.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 09.05.2017 – XI ZR 484/15","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-05-09/xi-zr-484-15","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Der Wert der mit der beabsichtigten Revision geltend zu machenden Beschwer (§ 26 Nr. 8 EGZPO) wird auf bis zu 18.000 € festgesetzt.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"ZPO/4","law":"ZPO","abbreviation":"ZPO","ref":"4","label":"§ 4 ZPO","mentions":2},{"id":"ZPOEG/26","law":"ZPOEG","abbreviation":"ZPOEG","ref":"26","label":"§ 26 ZPOEG","mentions":1},{"id":"HGB/171","law":"HGB","abbreviation":"HGB","ref":"171","label":"§ 171 HGB","mentions":1},{"id":"HGB/172","law":"HGB","abbreviation":"HGB","ref":"172","label":"§ 172 HGB","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T08:01:59.859043+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}