{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:060717BIVZR32.16.0","court":"BGH","senate":"4. Zivilsenat","decided":"2017-07-06","aktenzeichen":"IV ZR 32/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIV ZR 32/16\nvom\n\n6. Juli 2017\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:060717BIVZR32.16.0\n\nDer IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Vorsitzende\nRichterin Mayen, den Richter Felsch, die Richterin Harsdorf-Gebhardt,\nden Richter Lehmann und die Richterin Dr. Bußmann\n\nam 6. Juli 2017\n\nbeschlossen:\n\nDie Revision der Klägerin gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe - 12. Zivilsenat - vom 14. Januar\n2016 wird gemäß § 552a Satz 1 ZPO auf ihre Kosten zurückgewiesen.\n\nDer Streitwert für die Revision der Klägerin wird auf\n6.000 € festgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 I. Die am 23. November 1948 geborene, mithin rentenferne Kläg erin wendet sich nach Umstellung der Zusatzversorgung im öffentlichen\nDienst von einem Gesamtversorgungs- auf ein Punktesystem gegen die\nihr von der beklagten Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder\n(VBL) erteilte, nach einer Satzungsänderung überprüfte Startgutschrift.\nDas Landgericht hat - soweit für die Revision der Klägerin von Interesse - deren Antrag auf Zahlung einer anhand der tatsächlichen gesetzlichen Rente ermittelten Versorgungsrente, sowie einer unter Rückgriff auf\naltes Satzungsrecht oder unter Berücksichtigung verschiedener Rechen-\n\nparameter ermittelte Startgutschrift gerichtete Klage abgewiesen, das\nOberlandesgericht die dagegen gerichtete Berufung zurückgewiesen. Mit\nihrer Revision verfolgt die Klägerin ihre Klaganträge weiter.\n\n2 II. Wie der Senat bereits im Hinweisbeschluss vom 18. April 2017\ndargelegt hat, liegen die Voraussetzungen für eine Zulassung der Rev ision nicht mehr vor, und die Revision hat keine Aussicht auf Erfolg. Darauf wird Bezug genommen.\n\n3 Auch die von der Revision der Klägerin gerügten Gehörsverstöße\nliegen nicht vor. Mit dem in erster Linie erhobenen Vorwurf der Klägerin,\ndie Satzungsumstellung sei mangels jeglichen Anlasses nicht erforderlich und wegen der damit verbundenen erheblichen Anwartschaftskü rzung bei den Versicherten unverhältnismäßig gewesen, hat sich das B erufungsgericht auseinandergesetzt. Dieser Gesichtspunkt ist ohnehin nur\nfür die auf die Anwendbarkeit alten Satzungsrechts gerichteten Festste llungsanträge erheblich, weil der Leistungsantrag - wie die Revision\nselbst ausführt - nicht auf Rentenleistungen nach altem Satzungsrecht,\nsondern auf Zahlung der Differenz zwischen der nach der realen gesetzlichen Rente und der nach dem Näherungsverfahren errechneten geset zlichen Rente ermittelten Startgutschrift gerichtet ist. Die gerügte Nichterhebung des angebotenen Beweises über Auswirkungen des Näherung sverfahrens betrifft vor dem Hintergrund, dass die von der Beklagten ermittelte Startgutschrift den Wert der von rentenfernen Versicherten e rlangten Anwartschaften weiterhin nicht verbindlich festlegt, weil die\nÜbergangsregelung in § 79 Abs. 1 und 1a VBLS mit dem allgemeinen\nGleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar ist, keinen derzeit en tscheidungserheblichen Sachvortrag (vgl. Senatsurteil vom 9. März 2016\n- IV ZR 9/15, BGHZ 209, 201 Rn. 15, 41).\n\n4 Auf den absoluten Revisionsgrund nach § 547 Nr. 6 ZPO kann sich\ndie Revision der Klägerin schließlich nicht berufen. Das Berufungsgericht\nhat vielmehr dargelegt, mit welchen Erwägungen es die klägerischen\nBegehren zurückgewiesen hat. Dass es den Leistungsantrag - wie die\nRevision meint - zu Unrecht unter Verweis auf die Nichtanwendbarkeit\ndes alten Satzungsrechts verneint hat, begründet für sich genommen\nkeinen Verstoß gegen § 547 Nr. 6 ZPO (vgl. BGH, Beschluss vom\n21. Dezember 1962 - I ZB 27/62, BGHZ 39, 333, 338 m.w.N.).\n\nMayen Felsch Harsdorf-Gebhardt\n\nLehmann Dr. Bußmann\n\nVorinstanzen:\nLG Karlsruhe, Entscheidung vom 22.05.2015 - 6 O 12/14 -\nOLG Karlsruhe, Entscheidung vom 14.01.2016 - 12 U 88/15 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-07-06/iv-zr-32-16","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 547","ref_norm":"547","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 3","ref_norm":"3","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 552a","ref_norm":"552a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-07-06/iv-zr-32-16","retrieved":"2026-10-24 07:58:47.037515+00:00"},"card":{"id":"bgh/2017-07-06/iv-zr-32-16","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"4. 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