{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-04_NA_2017-07-06_IV_ZR_309_15_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2017:060717BIVZR309.15.0","court":"BGH","senate":"4. Zivilsenat","decided":"2017-07-06","aktenzeichen":"IV ZR 309/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\nIV ZR 309/15\nvom\n6. Juli 2017\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2017:060717BIVZR309.15.0\n\nDer IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch die Vorsitzende\nRichterin Mayen, den Richter Felsch, die Richterin Harsdorf-Gebhardt,\nden Richter Lehmann und die Richterin Dr. Bußmann\n\nam 6. Juli 2017\n\nbeschlossen:\n\nDie Revision des Klägers gegen das Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 19. Mai\n2015 wird gemäß § 552a Satz 1 ZPO zurückgewiesen.\n\nDie Parteien tragen jeweils die Kosten ihrer Revision.\n\nDer Streitwert wird für die Revision des Klägers auf\n6.000 € und für die Revision der Beklagten auf 3.000 €\nfestgesetzt.\n\nGründe:\n\n1 I. Der am 23. Dezember 1948 geborene, mithin rentenferne Kläger\nwendet sich nach Umstellung der Zusatzversorgung im öffentlichen\nDienst von einem Gesamtversorgungs- auf ein Punktesystem gegen die\nihm von der beklagten Zusatzversorgungskasse erteilte, nach einer Sa tzungsänderung überprüfte Startgutschrift. Das Landgericht hat seine auf\nZahlung einer Rente nach dem alten Satzungsrecht, hilfsweise auf Berücksichtigung verschiedener Rechenparameter bei der Ermittlung der\nStartgutschrift gerichtete Klage abgewiesen. Das Oberlandesgericht hat\n\nunter Zurückweisung der Berufung im Übrigen festgestellt, dass die von\nder Beklagten neu berechnete Startgutschrift den Wert der vom Kläger\nerlangten Anwartschaft auf die zu leistende Betriebsrente nicht verbin dlich festlegt. Dagegen haben sich, soweit jeweils zu ihrem Nachteil e rkannt worden ist, Kläger und Beklagte mit ihren Revisionen gewandt.\nNachdem der Senat mit Urteil vom 9. März 2016 (IV ZR 9/15, BGHZ 209,\n201) betreffend die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder entschieden hat, die Übergangsregelung für rentenferne Versicherte führe\nweiterhin zu einer gegen Art. 3 Abs. 1 GG verstoßenden Ungleichbehandlung innerhalb der Gruppe der rentenfernen Versicherten und damit\nzur Unwirksamkeit der sie betreffenden Übergangs- bzw. Besitzstandsregelung, hat die Beklagte ihre Revision unter Kostenübernahme für erledigt erklärt. Der Kläger hat sich der Erledigungserklärung angeschlossen.\n\n2 II. Wie der Senat bereits im Hinweisbeschluss vom 10. Mai 2017\ndargelegt hat, liegen die Voraussetzungen für eine Zulassung der Rev ision des Klägers nicht mehr vor, und die Revision des Klägers hat keine\nAussicht auf Erfolg. Darauf wird Bezug genommen.\n\n3 Auch die von der Revision des Klägers gerügten Gehörsverstöße\nliegen nicht vor. Mit dem in erster Linie erhobenen Vorwurf de s Klägers,\ndie Satzungsumstellung sei mangels jeglichen Anlasses nicht erforderlich und wegen der damit verbundenen erheblichen Anwartschaftskü rzung bei den Versicherten unverhältnismäßig gewesen, hat sich das B erufungsgericht auseinandergesetzt. Die gerügte Nichterhebung des a ngebotenen Beweises über Auswirkungen des Näherungsverfahrens betrifft vor dem Hintergrund, dass die von der Beklagten ermittelte Star tgutschrift den Wert der von rentenfernen Versicherten erlangten Anwar t-\n\nschaften weiterhin nicht verbindlich festlegt, weil die Übergangsregelung\nin § 73 Abs. 1 und 1a der Satzung der Beklagten mit dem allgemeinen\nGleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar ist, keinen derzeit en tscheidungserheblichen Sachvortrag (vgl. Senatsurteil vom 9. März 2016\n- IV ZR 9/15 aaO Rn. 15, 41).\n\n4 III. Nachdem die Parteien die Revision der Beklagten übereinstimmend für erledigt erklärt haben (§ 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO), trägt die B eklagte mit Blick auf § 307 ZPO die mit ihrer Revision verbundenen Ko sten, weil sie ihre Kostentragungspflicht anerkannt hat (vgl. BGH, B eschluss vom 28. Oktober 2014 - XI ZR 395/13, MDR 2015, 51 m.w.N.).\n\nMayen Felsch Harsdorf -Gebhardt\n\nLehmann Dr. Bußmann\n\nVorinstanzen:\nLG Karlsruhe, Entscheidung vom 29.08.2014 - 6 O 561/13 -\nOLG Karlsruhe, Entscheidung vom 19.05.2015 - 12 U 411/14 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2017-07-06/iv-zr-309-15","cited_norms":[{"jurabk":"GG","ref":"Art 3","ref_norm":"3","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 91a","ref_norm":"91a","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 307","ref_norm":"307","n":1},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 552a","ref_norm":"552a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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