{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:310516B1STR22.16.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2016-05-31","aktenzeichen":"1 StR 22/16","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 22/16\n\nvom\n31. Mai 2016\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in\nnicht geringer Menge u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2016:310516B1STR22.16.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 31. Mai 2016 gemäß § 349\nAbs. 2 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts\nStuttgart vom 30. September 2015 wird mit der Maßgabe als unbegründet verworfen, dass der Angeklagte des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in 17\nFällen und des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln\nin sechs Fällen schuldig ist.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nErgänzend bemerkt der Senat:\n\nSoweit die Aufklärungsrüge mit der Angriffsrichtung der unterlassenen\nHeranziehung eines Sachverständigen erhoben wird, erweist sie sich ebenfalls\nals unzulässig. Denn hierfür fehlt es an einer bestimmten Behauptung dazu,\nwelche Tatsache das Landgericht hätte aufklären können und warum es sich\ndazu habe gedrängt sehen müssen (vgl. nur BGH, Urteil vom 23. September\n2014 – 2 StR 485/14). Allein die Behauptung, der Sachverständige hätte eine\nbehandlungsbedürftige Abhängigkeit festgestellt, kann den Vortrag konkreter\nUmstände, die zu dieser Feststellung hätten führen können, nicht ersetzen.\nSolche ergeben sich auch nicht aus den ergänzend heranzuziehenden Urteilsgründen, wonach der Angeklagte zu den Tatzeiten zwar „kontrolliert“ Kokain\nkonsumierte, jedoch weder Entzugserscheinungen, noch Leistungsbeeinträchtigungen hatte und den Konsum vor geraumer Zeit komplett und ohne therapeutische Intervention aufgeben konnte.\n\nDie Neufassung des Urteilstenors erfolgte aus den vom Generalbundesanwalt aufgezeigten Gründen.\n\nGraf Jäger Cirener\n\nFischer Bär","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-05-31/1-str-22-16","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-05-31/1-str-22-16","retrieved":"2026-10-24 07:52:12.893167+00:00"},"card":{"id":"bgh/2016-05-31/1-str-22-16","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2016-05-31","dockets":["1 StR 22/16"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:310516B1STR22.16.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:310516B1STR22.16.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 31.05.2016 – 1 StR 22/16","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-05-31/1-str-22-16","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":null,"tenor_status":"not_marked","cited_norms":[{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:52:12.893167+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}