{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:201216BIIZR249.14.0","court":"BGH","senate":"2. Zivilsenat","decided":"2016-12-20","aktenzeichen":"II ZR 249/14","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nII ZR 249/14\n\nvom\n\n20. Dezember 2016\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2016:201216BIIZR249.14.0\n\nDer II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 20. Dezember 2016 durch den\nRichter Prof. Dr. Strohn als Vorsitzenden sowie die Richter Wöstmann,\nProf. Dr. Drescher, Born und Sunder\n\nbeschlossen:\n\nDer als Streitwertbeschwerde beziehungsweise Gegenvorstellung bezeichnete Rechtsbehelf des Beklagten vom\n21. November 2016 gegen den Beschluss des Senats vom\n19. April 2016 wird als unzulässig verworfen.\n\nDas Verfahren ist gerichtsgebührenfrei; außergerichtliche\nKosten werden nicht erstattet.\n\nGründe:\n\n1 Der als Streitwertbeschwerde beziehungsweise Gegenvorstellung bezeichnete Rechtsbehelf des Beklagten ist unzulässig.\n\n2 1. Der Rechtsbehelf des Beklagten ist als Streitwertbeschwerde gemäß\n§ 68 Abs. 1 Satz 5, § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG nicht statthaft und damit unzulässig, da eine Streitwertbeschwerde an einen Obersten Gerichtshof des Bundes\nnicht stattfindet (vgl. BGH, Beschluss vom 30. August 2016 - I ZB 10/15 Rn. 7).\n\n3 2. Der Rechtsbehelf des Beklagten ist als Gegenvorstellung ebenfalls\nunzulässig. Eine Partei wird - anders als ihr Prozessbevollmächtigter, dem in-\n\nsoweit ein eigenes Beschwerderecht zusteht - durch die Festsetzung eines zu\nniedrigen Streitwerts regelmäßig nicht beschwert (BGH, Beschluss vom\n11. Oktober 2016 - VIII ZB 94/14 Rn. 3; Beschluss vom 29. Oktober 2009\n- III ZB 40/09 Rn. 3 mwN). So ist es auch beim Beklagten, weshalb ihm kein\nzusteht, eine Erhöhung des Streitwerts zu verlangen.\n\n4 3. Eine Änderung des Streitwerts von Amts wegen nach § 63 Abs. 3\nSatz 1 Nr. 1 GKG kommt nicht in Betracht, da die Frist des § 63 Abs. 3 Satz 2\nGKG abgelaufen ist. Unbeschadet dessen kommt aber auch eine Streitwertfestsetzungsänderung deshalb nicht in Betracht, da die Wertfestsetzung des\nBerufungsgerichts im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht angegriffen\nworden ist. Eine Partei kann die Streitwertbeschwerde aber nicht dazu benutzen, durch die Erhöhung des Streitwerts das finanzielle Risiko der Gegenpartei\nan der Prozessführung zu steigern (BGH, Beschluss vom 29. Oktober 2009\n- III ZB 40/09 Rn. 3).\n\n5 4. Angesichts der Unzulässigkeit des Rechtsbehelfs kommt auch eine\nAussetzung nach § 148 ZPO wegen des Streitwertänderungsantrages des Beklagten beim Berufungsgericht nicht in Betracht.\n\nStrohn Wöstmann Drescher\n\nBorn Sunder\n\nVorinstanzen:\nLG Berlin, Entscheidung vom 03.12.2010 - 2 O 184/06 -\nKG, Entscheidung vom 03.07.2014 - 23 U 27/11 -","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-12-20/ii-zr-249-14","cited_norms":[{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 63","ref_norm":"63","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 148","ref_norm":"148","n":1},{"jurabk":"GKG 2004","ref":"§ 66","ref_norm":"66","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-12-20/ii-zr-249-14","retrieved":"2026-10-24 07:57:36.010014+00:00"},"card":{"id":"bgh/2016-12-20/ii-zr-249-14","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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