{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Zivilsenat-11_NA_2016-10-19_XI_ZR_584_15_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:191016BXIZR584.15.0","court":"BGH","senate":"11. Zivilsenat","decided":"2016-10-19","aktenzeichen":"XI ZR 584/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nXI ZR 584/15\n\nvom\n\n19. Oktober 2016\n\nin dem Rechtsstreit\n\nECLI:DE:BGH:2016:191016BXIZR584.15.0\n\nDer XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 19. Oktober 2016 durch den\nVorsitzenden Richter Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und\nMaihold sowie die Richterinnen Dr. Menges und Dr. Derstadt\n\nbeschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Klägerin gegen den Beschluss des Senats\nvom 20. September 2016 wird als unzulässig verworfen.\n\nDie Klägerin trägt die Kosten des Anhörungsrügeverfahrens.\n\nGründe:\n\nI.\n\n1 Die Anhörungsrüge gegen den Beschluss des Senats vom\n20. September 2016, über die der Senat in der nach seinen Mitwirkungsgrundsätzen gemäß § 21g GVG berufenen Spruchgruppe entscheidet (Senatsbeschluss vom 8. Juni 2016 - XI ZR 268/15, juris Rn. 1 mwN), ist unzulässig, weil\ndie Klägerin entgegen § 321a Abs. 2 Satz 5, Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO eine eigenständige entscheidungserhebliche Verletzung ihres Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs durch den Senat nicht darlegt.\n\n2 Die Klägerin hätte ausführen müssen, aus welchen Gründen sie meint,\ndie Zurückweisung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde lasse den Schluss zu, der\nSenat habe ihren Vortrag nicht beachtet. Da eine Beschwerdeerwiderung vorliegt, hätte sich die Klägerin zudem mit dieser auseinandersetzen und dartun\nmüssen, die Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde lasse sich auch\n\nunter Berücksichtigung der Argumente der Gegenseite nur damit erklären, der\nSenat habe bestimmtes Vorbringen nicht zur Kenntnis genommen (Senatsbeschlüsse vom 8. Juni 2016 - XI ZR 268/15, juris Rn. 2 und vom 2. September\n2015 - XI ZR 280/14, juris Rn. 2 mwN).\n\n3 Daran fehlt es. Die Klägerin beschränkt sich auf den Hinweis, sie sei \"der\nAuffassung, dass der Senat die in der Nichtzulassungsbeschwerde geltend gemachten Zulassungsgründe […] nicht zur Kenntnis genommen und damit - wie\nschon in den Vorinstanzen - ihr Grundrecht auf Gewährung rechtlichen Gehörs\nverletzt\" habe. Dies wird § 321a Abs. 2 Satz 5, Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nicht\ngerecht, zumal die Zurückweisung einer Nichtzulassungsbeschwerde nach\n§ 544 Abs. 4 ZPO mit einer Anhörungsrüge nach § 321a ZPO nur angefochten\nwerden kann, wenn mit dieser nicht lediglich eine sekundäre, sondern eine\nneue und eigenständige Gehörsverletzung gerügt wird (BVerfGK 18, 301, 304).\n\nII.\n\n4 Im Übrigen wäre die Anhörungsrüge auch unbegründet, weil der Senat\nden Anspruch der Klägerin auf Gewährung rechtlichen Gehörs nicht in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat (§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 4\nSatz 3 ZPO). Der Senat hat das Vorbringen der Klägerin umfassend geprüft\nund für nicht durchgreifend erachtet. Von einer weiteren Begründung wird nach\n\n§ 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen, der im Anwendungsbereich\ndes § 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO entsprechend gilt (BVerfGK 18, 301, 307; Senatsbeschlüsse vom 8. Juni 2016 - XI ZR 268/15, juris Rn. 5, vom 2. September\n2015 - XI ZR 280/14, juris Rn. 5, vom 13. April 2015 - XI ZA 10/14, juris Rn. 3\nund vom 18. Mai 2009 - XI ZR 178/08, juris).\n\nEllenberger Grüneberg Maihold\n\nMenges Derstadt\n\nVorinstanzen:\nLG Münster, Entscheidung vom 24.03.2015 - 14 O 276/14 -\nOLG Hamm, Entscheidung vom 26.10.2015 - I-31 U 85/15 -","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-10-19/xi-zr-584-15","cited_norms":[{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 321a","ref_norm":"321a","n":2},{"jurabk":"ZPO","ref":"§ 544","ref_norm":"544","n":2},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 21g","ref_norm":"21g","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. 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