{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:180416B1STR598.15.0","court":"BGH","senate":"1. Strafsenat","decided":"2016-04-18","aktenzeichen":"1 StR 598/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n1 StR 598/15\n\nvom\n18. April 2016\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Mordes\n\nhier: Anhörungsrüge\n\nECLI:DE:BGH:2016:180416B1STR598.15.0\n\nDer 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 18. April 2016 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten vom 5. April 2016 gegen\nden Beschluss des Senats vom 17. März 2016 wird auf seine\nKosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 1. Der Senat hat die Revision des Verurteilten gegen das Urteil des\nLandgerichts München I auf entsprechenden Antrag des Generalbundesanwalts mit Beschluss vom 17. März 2016 als unbegründet verworfen. Mit Schriftsatz seines Verteidigers hat der Verurteilte hiergegen die Anhörungsrüge erhoben und macht – wie auch bereits in der Revisionsbegründung und in seiner\nGegenerklärung zur Stellungnahme des Generalbundesanwalts – im Wesentlichen geltend, die Strafkammer habe „objektiv willkürlich“ nicht über eine\n„spruchkörperinterne Geschäftsverteilungsregelung“ verfügt, weshalb eine „vorschriftswidrige Besetzung“ vorgelegen habe.\n\n2 2. Der zulässige Rechtsbehelf ist unbegründet; es liegt keine Verletzung\ndes rechtlichen Gehörs (§ 356a StPO) vor. Der Senat hat weder zum Nachteil\ndes Verurteilten Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen er nicht\ngehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen übergangen. Er hat bei seiner Entscheidung das Revisionsvorbringen des Verurteilten\nin vollem Umfang bedacht und gewürdigt, es aber nicht für durchgreifend erachtet. Er ist vielmehr der Rechtsauffassung des Generalbundesanwalts gefolgt, die dieser ausführlich und in Übereinstimmung mit der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs in seiner Stellungnahme dargelegt hatte.\n\n3 Im Kern enthalten die (neuerlichen) Ausführungen des Verurteilten den\nVorwurf, der Senat habe in der Sache fehlerhaft entschieden. Mit diesem Vorbringen kann er im Rahmen des § 356a StPO nicht gehört werden (vgl. u.a.\nSenatsbeschluss vom 19. November 2014 – 1 StR 114/14).\n\n4 3. Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung\ndes § 465 Abs. 1 StPO (BGH, Senatsbeschluss vom 22. Mai 2015 – 1 StR\n121/15).\n\nGraf Jäger Radtke\n\nFischer Bär","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-04-18/1-str-598-15","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-04-18/1-str-598-15","retrieved":"2026-10-24 07:52:12.680691+00:00"},"card":{"id":"bgh/2016-04-18/1-str-598-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"1. Strafsenat","date":"2016-04-18","dockets":["1 StR 598/15"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:180416B1STR598.15.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:180416B1STR598.15.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 18.04.2016 – 1 StR 598/15","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-04-18/1-str-598-15","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Anhörungsrüge des Verurteilten vom 5. April 2016 gegen\nden Beschluss des Senats vom 17. März 2016 wird auf seine\nKosten zurückgewiesen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"StPO/356a","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"356a","label":"§ 356a StPO","mentions":2},{"id":"StPO/465","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"465","label":"§ 465 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:52:12.680691+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}