{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:150316B2STR144.15.0","court":"BGH","senate":"2. Strafsenat","decided":"2016-03-15","aktenzeichen":"2 StR 144/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n2 StR 144/15\n\nvom\n15. März 2016\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Untreue u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2016:150316B2STR144.15.0\n\nDer 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. März 2016 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss\nvom 26. November 2015 wird auf seine Kosten zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat nach Gewährung von Wiedereinsetzung in die versäumte\nRevisionsbegründungsfrist auf die Revision des Verurteilten das Urteil des\nLandgerichts Limburg an der Lahn vom 29. Januar 2015 im Schuldspruch dahin\nabgeändert, dass der Angeklagte der Untreue in 22 Fällen und des Betrugs in\n11 Fällen schuldig ist; die weitergehende Revision des Angeklagten hat der Senat als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO). Gegen diesen Beschluss\nhat der Verurteilte mit Schreiben vom 2. März 2016 Anhörungsrüge erhoben.\n\n2 Der Senat kann offen lassen, ob die am 3. März 2016 beim Bundesgerichtshof eingegangene Anhörungsrüge innerhalb der Wochenfrist des § 356a\nAbs. 1 Satz 2 StPO erhoben und damit zulässig ist. Zwar hat der Verurteilte\nvorgetragen, den Beschluss des Senats vom 26. November 2015 erst am\n25. Februar 2016 durch seinen Verteidiger erhalten zu haben, der diesem am\n22. Januar 2016 zugegangen war. Der Schlussverfügung der Geschäftsstelle\ndes Bundesgerichtshofs ist jedoch zu entnehmen, dass der Beschluss des Senats auch dem Verurteilten am 19. Januar 2016 übersandt worden ist. Vor diesem Hintergrund mag zwar zutreffen, dass der Verteidiger des Verurteilten,\nRechtsanwalt B. , dem Angeklagten den Beschluss des Senats erst am\n\n25. Februar 2016 übersandt hat. Dass der Verurteilte den Beschluss des Senats nicht bereits zuvor erhalten hat, ist damit jedoch nicht glaubhaft gemacht.\n\n3 Die Anhörungsrüge ist jedoch – ihre Zulässigkeit unterstellt – jedenfalls\nunbegründet.\n\n4 Eine Verletzung rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Der Senat hat weder\nzum Nachteil des Verurteilten Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu\ndenen dieser nicht gehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes entscheidungserhebliches Vorbringen des Verurteilten übergangen oder in sonstiger Weise dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.\n\n5 Aus dem Umstand, dass der Senat in der Begründung seines Beschlusses nicht ausdrücklich auf die vom Verurteilten erhobenen Einwände eingegangen ist, kann nicht auf einen Verstoß gegen den Grundsatz rechtlichen Gehörs\ngeschlossen werden.\n\nFischer Krehl Eschelbach\n\nOtt Bartel","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-03-15/2-str-144-15","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-03-15/2-str-144-15","retrieved":"2026-10-24 07:53:11.102857+00:00"},"card":{"id":"bgh/2016-03-15/2-str-144-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"2. 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