{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2016-01-13_5_StR_521_15_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:130116B5STR521.15.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2016-01-13","aktenzeichen":"5 StR 521/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 521/15\n\nvom\n13. Januar 2016\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge u.a.\n\nECLI:DE:BGH:2016:130116B5STR521.15.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 13. Januar 2016 beschlossen:\n\n1. Auf die Revision der Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Dresden vom 17. August 2015, soweit es sie betrifft, im Ausspruch über den Verfall von Wertersatz mit den\nzugehörigen Feststellungen aufgehoben (§ 349 Abs. 4\nStPO). Die weitergehende Revision wird nach § 349 Abs. 2\nStPO als unbegründet verworfen.\n\n2. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des\nRechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.\n\nErgänzend zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat:\n\nDie Anordnung des Verfalls von Wertersatz hält sachlich-rechtlicher Prüfung\nnicht stand.\n\nDas Landgericht hat keine Feststellungen zu den Vermögensverhältnissen der\nAngeklagten getroffen. Es ist daher – auch unter Berücksichtigung der einzelnen Feststellungen zu Schulden der Angeklagten und zu ihrer derzeitigen Erwerbstätigkeit – nicht ersichtlich, wie sich die Anordnung des Verfalls von Wertersatz auf das Vermögen der Angeklagten auswirkt.\n\nEine revisionsgerichtliche Überprüfung, ob das Landgericht die Härtevorschrift\ndes § 73c Abs. 1 StGB richtig angewandt und insbesondere das ihm nach § 73c\nAbs. 1 Satz 2 StGB zustehende Ermessen fehlerfrei ausgeübt hat, ist daher\n\nnicht möglich (vgl. BGH, Urteil vom 9. September 2014 – 5 StR 200/14\nRn. 27 f.; Beschluss vom 27. Januar 2015 – 1 StR 142/14 Rn. 11 ff.), zumal es\netwaige Erwägungen in den Urteilsgründen nicht mitteilt.\n\nSander Schneider Dölp\n\nBellay Feilcke","source":"ce-bgh","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-01-13/5-str-521-15","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 73c","ref_norm":"73c","n":2},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Bereitgestellt über den Corpus der Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (CE-BGH) von Seán Fobbe, https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0)."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-01-13/5-str-521-15","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.15153244","retrieved":"2026-10-24 07:56:16.006375+00:00"}}