{"status":"available","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:110216B3STR403.15.0","court":"BGH","senate":"3. Strafsenat","decided":"2016-02-11","aktenzeichen":"3 StR 403/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n3 StR 403/15\nvom\n11. Februar 2016\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Betrugs u.a.\n\nhier: Anhörungsrüge des Verurteilten\n\nECLI:DE:BGH:2016:110216B3STR403.15.0\n\nDer 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. Februar 2016 gemäß\n§ 356a Satz 1 StPO beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss\nvom 15. Dezember 2015 wird verworfen.\n\nDer Verurteilte hat die Kosten seines Rechtsbehelfs zu tragen.\n\nGründe:\n\n1 Auf die Revision des Verurteilten hat der Senat mit Beschluss vom\n15. Dezember 2015 das Urteil des Landgerichts Bad Kreuznach vom 10. Juni\n2015 im Schuldspruch nach Teileinstellung des Verfahrens abgeändert und\nden Maßstab für die Anrechnung erlittener Auslieferungshaft bestimmt. Das\nweitergehende Rechtsmittel hat er gemäß § 349 Abs. 2 StPO verworfen. Gegen die Verwerfung wendet sich der Verurteilte mit der am 30. Januar 2016\neingegangenen Anhörungsrüge (§ 356a StPO). Er meint, der Senat habe die\nüber die Begründungsschrift seines Verteidigers hinaus von ihm persönlich am\n28. Oktober 2015 zu Protokoll der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Alzey erklärte Revisionsbegründung übergangen.\n\n2 Der Rechtsbehelf ist unbegründet. Der Senat hat bei seiner Entscheidung weder Verfahrensstoff verwertet, zu dem der Verurteilte nicht gehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes Vorbringen des Verurteilten übergangen. Er hat über die Revision auch unter Berücksichtigung der am\n\n28. Oktober 2015 zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärten Begründung\n- ebenso der ergänzenden Erklärungen vom 29. Oktober, 10. November und\n3. Dezember 2015 - beraten und entschieden. Daraus, dass sich die Gründe\ndes Beschlusses vom 15. Dezember 2015 mit deren Inhalt nicht ausdrücklich\nauseinandersetzen, kann der Verurteilte nicht schließen, der Senat habe sein\nVorbringen übergangen, denn eine Begründungspflicht für letztinstanzliche, mit\nordentlichen Rechtsmitteln nicht mehr anfechtbare Entscheidungen besteht\nnicht (BVerfG, Beschluss vom 17. Juli 2007 - 2 BvR 496/07, StraFo 2007, 463\nmwN). Art. 103 Abs. 1 GG zwingt die Gerichte nicht, jedes Vorbringen eines\nBeteiligten ausdrücklich zu bescheiden (vgl. BVerfG, Beschluss vom 30. Juni\n2014 - 2 BvR 792/11, NJW 2014, 2563, 2565).\n\nSchäfer Hubert Mayer\n\nGericke Tiemann","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-02-11/3-str-403-15","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":2},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-02-11/3-str-403-15","retrieved":"2026-10-24 07:54:11.336669+00:00"},"card":{"id":"bgh/2016-02-11/3-str-403-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"3. Strafsenat","date":"2016-02-11","dockets":["3 StR 403/15"],"decision_type":"Beschluss","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:110216B3STR403.15.0","ids":{"ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:110216B3STR403.15.0"},"cite_as":"BGH, Beschluss vom 11.02.2016 – 3 StR 403/15","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-02-11/3-str-403-15","headnotes":[],"leitsatz_status":"not_captured","tenor":{"text":"Die Anhörungsrüge des Verurteilten gegen den Senatsbeschluss\nvom 15. Dezember 2015 wird verworfen.\n\nDer Verurteilte hat die Kosten seines Rechtsbehelfs zu tragen.","basis":"court_formula","source":null},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"StPO/356a","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"356a","label":"§ 356a StPO","mentions":2},{"id":"GG/103","law":"GG","abbreviation":"GG","ref":"103","label":"Art 103 GG","mentions":1},{"id":"StPO/349","law":"StPO","abbreviation":"StPO","ref":"349","label":"§ 349 StPO","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[],"has_records":false,"note":"No Verfahrensgang record names this decision. That says nothing about whether earlier or later decisions exist."},"fundstellen":[],"provenance":{"source":null,"source_url":null,"retrieved_at":"2026-10-24T07:54:11.336669+00:00","text_quality":"native","attribution":null},"ai_summary":null,"ai_summary_available":false}}