{"status":"available","doknr":"CEBGH-BGH_Strafsenat-5_NA_2016-04-05_5_StR_556_15_NA_NA_0","ecli":"ECLI:DE:BGH:2016:050416B5STR556.15.0","court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"2016-04-05","aktenzeichen":"5 StR 556/15","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n5 StR 556/15\n\nvom\n5. April 2016\nin der Strafsache\ngegen\n\n1.\n\n2.\n\n3.\n\n4.\n\nwegen Mordes u.a.\nhier: Anhörungsrüge der Veurteilten H.\n\nECLI:DE:BGH:2016:050416B5STR556.15.0\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. April 2016 beschlossen:\n\nDie Anhörungsrüge der Verurteilten H. vom\n15. März 2016 gegen den Senatsbeschluss vom 2. März 2016\nwird kostenpflichtig zurückgewiesen.\n\nGründe:\n\n1 Der Senat hat mit Beschluss vom 2. März 2016 gemäß § 349 Abs. 2\nStPO die Revision der Verurteilten gegen das Urteil des Landgerichts Berlin\nvom 29. Januar 2015 als unbegründet verworfen. Hiergegen hat die Verurteilte\ngemäß § 356a StPO Anhörungsrüge erhoben, mit der sie insbesondere geltend\nmacht, der Senat hätte in seinem Beschluss auf ihre Ausführungen zur\nSachrüge eingehen müssen.\n\n2 Eine Verletzung rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Der Senat hat weder\nzum Nachteil der Verurteilten Tatsachen oder Beweismittel verwertet, zu denen\ndiese nicht gehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes entscheidungserhebliches Vorbringen der Verurteilten übergangen oder in sonstiger\nWeise ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.\n\n3 Der Senat hat bei seiner Entscheidung das gesamte Revisionsvorbringen der Verurteilten einschließlich ihrer mit der Gegenerklärung vom 21. Dezember 2015 nachgeschobenen Ausführungen zur Sachrüge in vollem Umfang\nbedacht und gewürdigt, es jedoch nicht für durchgreifend erachtet. Anlass zu\neiner ergänzenden Bemerkung im Rahmen des Verwerfungsbeschlusses nach\n§ 349 Abs. 2 StPO bestand lediglich mit Blick auf die auch von der Verurteilten\n\nerhobene Verfahrensrüge eines Verstoßes gegen das Anwaltskonsultationsrecht der nichtrevidierenden Mitangeklagten L. .\n\n4 Aus dem Umstand, dass der Senat darüber hinaus die Verwerfung der\nRevision nicht näher begründet hat, kann nicht auf einen Verstoß gegen den\nGrundsatz rechtlichen Gehörs geschlossen werden. § 349 Abs. 2 StPO sieht\nkeine Begründung des die Revision verwerfenden Beschlusses vor (BVerfG,\nNJW 2014, 2563, 2564; 2006, 136; StraFo 2007, 370; siehe auch EGMR,\nJR 2015, 95, 102). Dies gilt auch dann, wenn wie hier die Sachrüge erst in einer Gegenerklärung zur Antragsschrift des Generalbundesanwalts weiter ausgeführt wird (BGH, Beschlüsse vom 5. Mai 2014 – 1 StR 82/14, juris Rn. 8, und\nvom 2. September 2008 – 5 StR 225/08, NStZ 2009, 52, jeweils mwN).\n\n5 Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des\n§ 465 Abs. 1 StPO (BGH, Beschluss vom 2. September 2015 – 1 StR 433/14,\njuris Rn. 6).\n\nSander König Berger\n\nBellay Feilcke","source":null,"source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-04-05/5-str-556-15","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":3},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 356a","ref_norm":"356a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 465","ref_norm":"465","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":null,"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/2016-04-05/5-str-556-15","retrieved":"2026-10-24 07:56:16.602200+00:00"},"card":{"id":"bgh/2016-04-05/5-str-556-15","court":"BGH","court_id":"bgh","court_as_stated":"BGH","panel":"5. 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