{"status":"available","ecli":"ECLI:CE:ECHR:2017:0124DEC006276515","court":"Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte","senate":"Fünfte Sektion","decided":"2017-01-24","aktenzeichen":"62765/15","doktyp":"Entscheidung","leitsatz":"Aus diesen Gründen entscheidet der Gerichtshof einstimmig, die Beschwerde gemäß Artikel 39 der Konvention im Register zu streichen.","text_plain":"Nichtamtliche Übersetzung des Bundesministeriums der Justiz und für\nVerbraucherschutz\nEUROPÄISCHER GERICHTSHOF FÜR MENSCHENRECHTE\nFÜNFTE SEKTION\nENTSCHEIDUNG\nIndividualbeschwerde Nr. 62765/15\nB.\ngegen Deutschland\nDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (Fünfte Sektion) hat in\nseiner Sitzung am 24. Januar 2017 als Ausschuss mit der Richterin und\nden Richtern\nGanna Yudkivska, Präsidentin,\nFaris Vehabović,\nCarlo Ranzoni,\nsowie Anne-Marie Dougin, amtierende Stellvertretende Sektionskanzlerin,\nim Hinblick auf die oben genannte Individualbeschwerde, die am 12.\nDezember 2015 erhoben wurde,\nunter Berücksichtigung der förmlichen Erklärungen, mit denen eine\ngütliche Einigung in der Rechtssache angenommen wird,\nnach Beratung wie folgt entschieden:\nSACHVERHALT UND VERFAHREN\nDer 19.. geborene Beschwerdeführer, B., ist deutscher\nStaatsangehöriger und in B. wohnhaft. Er wurde vor dem Gerichtshof von\nHerrn B., Rechtsanwalt in B., vertreten.\nDie deutsche Regierung („die Regierung“) wurde durch einen ihrer\nVerfahrensbevollmächtigten, Herrn Ministerialrat H.-J. Behrens vom\nBundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, vertreten.\nDer Beschwerdeführer rügte nach Artikel 6 Abs. 1 und Abs. 3 Buchstabe\nc der Konvention, dass sein Recht, sich durch einen Anwalt seiner Wahl\nverteidigen zu lassen, verletzt worden sei, weil sich das Landgericht\nAachen in seinem Urteil vom 15. September 2014 aufgrund des\nAusbleibens des Beschwerdeführers in der Verhandlung vor diesem\nGericht mit seiner Berufung nicht in der Sache befasst habe, obwohl sein\nAnwalt anwesend, ordnungsgemäß bevollmächtigt und verteidigungsbereit\ngewesen sei. Um seine Auffassung zu stützen, berief er sich auf das Urteil\nin der Rechtssache N. ./. Deutschland, Individualbeschwerde Nr. 30804/07,\n8. November 2012.\nAm 23. November 2016 und 15. Dezember 2016 gingen bei dem\nGerichtshof von den Parteien unterzeichnete Erklärungen ein, nach denen\nder Beschwerdeführer auf etwaige weitergehende Ansprüche gegen\nDeutschland in Bezug auf den Sachverhalt, der dieser Beschwerde\nzugrunde liegt, verzichtet und die Regierung sich im Gegenzug verpflichtet,\nihm zur Abdeckung aller materiellen und immateriellen Schäden sowie der\nKosten und Auslagen 7.000 EUR, zuzüglich der dem Beschwerdeführer\ngegebenenfalls zu berechnenden Steuern, zu zahlen. Dieser Betrag ist\ninnerhalb von drei Monaten nach Bekanntgabe der Entscheidung des\nGerichtshofs zahlbar. Sollte die Regierung diesen Betrag nicht innerhalb\nder genannten Drei-Monats-Frist zahlen, ist sie nach Ablauf dieser Frist bis\nzur Auszahlung zur Zahlung einfacher Zinsen in Höhe eines Zinssatzes\nverpflichtet, der dem Spitzenrefinanzierungssatz (marginal lending rate) der\nEuropäischen Zentralbank im Verzugszeitraum zuzüglich drei\nProzentpunkten entspricht. Mit der Zahlung ist die Angelegenheit endgültig\nerledigt.\nRECHTLICHE WÜRDIGUNG\nDer Gerichtshof nimmt die zwischen den Parteien erreichte gütliche\nEinigung zur Kenntnis. Er ist überzeugt, dass diese Einigung auf der\nGrundlage der Achtung der Menschenrechte erzielt wurde, wie sie in der\nKonvention und ihren Protokollen anerkannt sind, und stellt fest, dass keine\nGründe vorliegen, die eine weitere Prüfung der Beschwerde rechtfertigen\nwürden. Nach alledem ist es angezeigt, die Rechtssache im Register zu\nstreichen.\nAus diesen Gründen entscheidet der Gerichtshof einstimmig,\ndie Beschwerde gemäß Artikel 39 der Konvention im Register zu\nstreichen.\nAusgefertigt in englischer Sprache und schriftlich zugestellt am 16.\nFebruar 2017.\nAnne-Marie Dougin Ganna Yudkivska\nAmtierende Stellvertretende Sektionskanzlerin Präsidentin","source":"Bundesministerium der Justiz","source_url":null,"url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/egmr/2017-01-24/62765-15","cited_norms":[{"jurabk":"EMRK","ref":"Art 39","ref_norm":"39","n":1}],"authoritative_source":null,"attribution":{"source":"Bundesministerium der Justiz","source_url":null},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","attribution":"Source: nu:legal – recht.nulegal.eu","license_url":"https://recht.nulegal.eu/license","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/egmr/2017-01-24/62765-15","retrieved":"2026-07-29 08:50:17.431113+00:00"},"card":{"id":"egmr/2017-01-24/62765-15","court":"EGMR","court_id":"egmr","court_as_stated":"Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte","panel":"Fünfte Sektion","date":"2017-01-24","dockets":["62765/15"],"decision_type":"Entscheidung","ecli":"ECLI:CE:ECHR:2017:0124DEC006276515","ids":{"ecli":"ECLI:CE:ECHR:2017:0124DEC006276515"},"cite_as":"EGMR, Entscheidung vom 24.01.2017 – 62765/15","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/egmr/2017-01-24/62765-15","headnotes":[],"leitsatz_status":"none_in_source","tenor":{"text":"Aus diesen Gründen entscheidet der Gerichtshof einstimmig, die Beschwerde gemäß Artikel 39 der Konvention im Register zu streichen.","basis":"operative_part","source":"egmr"},"tenor_status":"held","cited_norms":[{"id":"EMRK/39","law":"EMRK","abbreviation":"EMRK","ref":"39","label":"Art 39 EMRK","mentions":1}],"cited_norms_basis":"extracted_from_text","normenkette":null,"proceeding":{"entries":[{"position":1,"court":"EGMR","court_id":"egmr","court_as_stated":"Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte","date":"2017-01-24","docket":"62765/15","decision_type":"Entscheidung","ecli":"ECLI:CE:ECHR:2017:0124DEC006276515","id":"egmr/2017-01-24/62765-15","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/egmr/2017-01-24/62765-15","is_this_decision":true,"is_held":true},{"position":2,"court":"AG Düren","court_id":null,"court_as_stated":"AG Düren","date":"2017-07-25","docket":"13 Ls-104 Js 763/13-71/17","decision_type":"Beschluss","ecli":null,"id":null,"url":null,"is_this_decision":false,"is_held":false},{"position":3,"court":"LG Aachen","court_id":null,"court_as_stated":"LG Aachen","date":"2017-08-15","docket":"65 Qs-104 Js 763/13-51/17","decision_type":"Beschluss","ecli":null,"id":null,"url":null,"is_this_decision":false,"is_held":false},{"position":4,"court":"BVerfG","court_id":"bverfg","court_as_stated":"BVerfG","date":"2019-02-13","docket":"2 BvR 2136/17","decision_type":"Nichtannahmebeschluss","ecli":"ECLI:DE:BVerfG:2019:rk20190213.2bvr213617","id":"bverfg/2019-02-13/2-bvr-2136-17","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bverfg/2019-02-13/2-bvr-2136-17","is_this_decision":false,"is_held":true}],"has_records":true,"note":"As the courts' records state it (getProceeding). 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