{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1999-07-15_5_StR_203_99_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1999-07-15","aktenzeichen":"5 StR 203/99","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 203/99\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 15. Juli 1999\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen versuchten Mordes u. a.\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. Juli 1999\nbeschlossen:\n\n1. Die Revisionen der Angeklagten K ,S und R\ngegen das Urteil des Landgerichts Cottbus vom 20. Juli 1998 werden nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet,\ndie Revisionen der Nebenkläger gemäß § 349 Abs. 1\nStPO aus den Gründen der Antragsschrift des Generalbundesanwalts vom 11. Juni 1999 als unzulässig ver-\n\nworfen.\n\n2. Es wird davon abgesehen, den Angeklagten die Kosten\nund Auslagen des Revisionsverfahrens aufzuerlegen\n(§ 74 JGG). Die Nebenkläger tragen die Kosten ihrer\nRechtsmittel.\n\nZu der Rüge der Verletzung des § 338 Nr. 5 StPO i.V.m. § 185 GVG\nbemerkt der Senat ergänzend zu den Ausführungen des Generalbundesan-\n\nwalts in seiner Antragsschrift:\n\nNachdem die Präsenz der Dolmetscher zu Beginn der Hauptverhandlung im Protokoll vermerkt worden war, mußte ihre weitere Anwesenheit in\nden für die folgenden Sitzungstage gefertigten Teilprotokollen nicht jeweils\nerneut aufgeführt werden (BGH NStZ 1985, 16, 17). Protokollierungsbedürftig war lediglich ein im Verhältnis zum vorangegangenen Sitzungstag eingetretener Wechsel der Dolmetscher. Wie sich aus dem Gesamtprotokoll ergibt,\nhat die Justizangestellte, die an den fraglichen Sitzungstagen Protokoll geführt hat, diesen Grundsätzen Rechnung getragen. Daher ist davon auszugehen, daß auch am 3. und 6. April und am 11. Mai 1998 Dolmetscher anwesend waren, obwohl dies nicht ausdrücklich in den jeweiligen Teilproto-\n\nkollen vermerkt ist. Das durchgeführte Freibeweisverfahren ergibt nichts anderes.\n\nAuf die — überflüssige - Übung anderer in der Hauptverhandlung tätig\ngewordener Protokollführer, die Anwesenheit der Dolmetscher auch ohne\nvorangegangenen Wechsel jeweils erneut in den Teilprotokollen zu doku-\n\nmentieren, kommt es nicht an.\n\nRichterin Dr. Tepperwien Häger Basdorf\nist durch Urlaub ver-\n\nhindert zu unter-\n\nschreiben.\n\nHäger Nack Gerhardt","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1999-07-15/5-str-203-99","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"JGG","ref":"§ 74","ref_norm":"74","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 185","ref_norm":"185","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1999-07-15/5-str-203-99","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:24:01.718319+00:00"}}