{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1998-12-09_5_StR_619_98_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1998-12-09","aktenzeichen":"5 StR 619/98","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 619/98\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 9. Dezember 1998\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Raubes u. a.\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am\n\n9. Dezember 1998 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Leipzig vom 31. Juli 1998\nwird nach § 349 Abs. 2 StPO mit der Maßgabe\n(s 349 Abs. 4 StPO) als unbegründet verworfen, daß in den Fällen II 11 bis 18 der Urteilsgründe eine Verurteilung wegen tatein-\n\nheitlichen Betruges entfällt.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe\n\nDer Generalbundesanwalt hat in der Antragsschrift vom\n\n4. November 1998 ausgeführt:\n\n„Die aufgrund der allgemeinen Sachrüge gebotene Überprüfung des Urteils hat keinen durchgreifenden Rechtsfehler\n\nzum Nachteil des Angeklagten ergeben (§ 337 StPO).\n\nAllerdings hat die Strafkammer den Angeklagten in Fällen\nII 11 bis 18 der Urteilsgründe (vgl. UA S. 14 bis 15, 34,\n38) wegen Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrug verurteilt. Dabei hat die Strafkammer verkannt, daß die Abhebungen von dem durch Diebstahl erlangten Postsparbuch\nals mitbestrafte Nachtaten anzusehen sind (vgl. BGHR StGB\n§ 263 Abs. 1 Konkurrenzen 7; BGH StV 1992, 272 jeweils\n\nm.w.N.). Anders als in den Fällen, in denen der Angeklagte mittels entwendeter Scheckformulare bzw. mittels der\nentwendeten EC-Karte Abhebungen vom Konto vorgenommen hat\nbzw. vornehmen wollte (vgl. BGH b. Holtz, MDR 1982, 280),\nbeinhalten die Abhebungen von dem Postsparbuch nicht eine\nErweiterung oder Vertiefung des schon durch das Eigentumsdelikt verursachten Schadens. Die Vergehen der Urkundenfälschung nach § 267 StGB bleiben jedoch davon unberührt (vgl. BGH b. Dallinger, MDR 1957, 652; BGHR StGB\n\n§ 263 Abs. 1 Konkurrenzen 7, BGH StV 1992, 272)...\n\nDie gebotene Änderung des Schuldspruchs nötigt jedoch\nnicht zur Aufhebung des Strafausspruchs in den genannten\nFällen. Es kann ausgeschlossen werden, daß die Strafkammer wegen der verbleibenden Vergehen der Urkundenfälschung auf eine niedrigere Strafe erkannt hätte, zumal\ndie Realisierung der durch Diebstahl erlangten Vermögenswerte mittels Abhebung des Guthabens auf dem Postsparbuch\nbei der Strafzumessung hätte berücksichtigt werden dür-\n\nfen.”\n\nDem schließt sich der Senat an.\n\nLaufhütte Häger Basdorf\n\nTepperwien Gerhardt","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1998-12-09/5-str-619-98","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 267","ref_norm":"267","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 337","ref_norm":"337","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1998-12-09/5-str-619-98","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:50.405888+00:00"}}