{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1997-12-17_5_StR_595_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1997-12-17","aktenzeichen":"5 StR 595/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"- 5 StR 595/97 -\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 17. Dezember 1997\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schwerer räuberischer Erpressung u. a.\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. Dezember 1997\n\nbeschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Berlin vom 30. Juni 1997 nach § 349 Abs. 4 StPO\n\nim Strafausspruch aufgehoben.\n\nDie weitergehende Revision wird nach § 349 Abs. 2 StPO\n\nals unbegründet verworfen.\n\nIm Umfang der Aufhebung wird die Sache zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten des\nRechtsmittels, an eine andere Strafkammer des Landge-\n\nrichts zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen schwerer räuberischer Erpressung in Tateinheit mit versuchter Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von\nsechs Jahren und drei Monaten verurteilt. Die Revision des Angeklagten hat\n\nmit der Sachbeschwerde zum Rechtsfolgenausspruch Erfolg.\n\nDer Strafausspruch hält rechtlicher Nachprüfung nicht stand. Mit dem Generalbundesanwalt besorgt der Senat, daß das Landgericht Umstände, die die\nAnnahme eines minder schweren Falles der schweren räuberischen Erpressung naheliegend hätten mitbegründen können — namentlich die begrenzte\n\nTatbeute vor dem Hintergrund gewisser Spielleidenschaft — bei der gebote-\n\nnen Gesamtwürdigung nicht bedacht hat; zudem hat das Landgericht die\nMindeststrafe des § 250 Abs. 1 StGB nicht unerheblich überschritten.\n\nDer Aufhebung von Feststellungen bedarf es nicht, da lediglich ein Wer-\n\ntungsfehler zur Aufhebung führt.\n\nLaufhütte Basdorf Nack\n\nTepperwien Gerhardt","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-12-17/5-str-595-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 250","ref_norm":"250","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-12-17/5-str-595-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:33.815382+00:00"}}