{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1997-02-20_5_StR_26_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1997-02-20","aktenzeichen":"5 StR 26/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5_ StR 26/97\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 20. Februar 1997\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nkilza KW aus ci.\ngeboren am NEE 19:3 in EEE ge (Korea).\n\nwegen Vergiftung\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am\n20. Februar 1997 beschlossen:\n\nDie Revision der Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Lüneburg vom 24, September\n\n1996 wird nach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\n\nDie Beschwerdeführerin hat die Kosten des\n\nRechtsmittels zu tragen.\n\nDer Senat bemerkt:\n\nDas Landgericht hat festgestellt, daß die Angeklagte in der Absicht gehandelt hat, die Gesundheit des Opfers zu beschädigen, und daß auch die\nsonstigen - objektiven und subjektiven - Voraussetzungen des §§ 229 StGB erfüllt sind. Der Tatrichter hält es für möglich, daß die Angeklagte\ndabei mit bedingtem Tötungsvorsatz gehandelt hat;\ner hat dies aber nicht entschieden, weil die Angeklagte von einem versuchten Tötungsdelikt, wenn es\nvorläge, strafbefreiend zurückgetreten sei. Es\nkann offenbleiben, ob, was die Revision meint, die\nTat des § 229 StGB gegenüber einem vorsätzlich begangenen vollendeten oder versuchten Tötungsdelikt\n- nach dem Grundsatz der Subsidiarität - zurücktritt. Nach strafbefreiendem Rücktritt vom Tötungsversuch lebt §§ 229 StGB jedenfalls wieder auf\n(Hirsch in LK, 10. Aufl. § 229 Rdn. 29). Das Urteil des 3. Strafsenats des Bundesgerichtshofs vom\n22. Januar 1997 - 3 StR 522/96 - zum Verhältnis\nder Tötungsdelikte und der erfolgsqualifizierten\n\nDelikte der 88 224, 225 StGB führt entgegen der\nAnsicht der Revision zu keinem anderen Ergebnis.\nDie vom 3. Strafsenat zu den Tatbeständen der\n\ns§ 224, 225 StGB angestellten Überlegungen sind\nauf § 229 StGB nicht ohne weiteres übertragbar.\nDer Entscheidung des 3, Strafsenats liegt zudem\nein Fall direkten Vorsatzes zugrunde. Eine bedingt\nvorsätzlich begangene versuchte Tötung und eine\nVergiftung im Sinne des § 229 StGB schließen sich\ntatbestandlich nicht aus.\n\nLaufhütte Harms Häger\n\nNack Tepperwien","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-02-20/5-str-26-97","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 229","ref_norm":"229","n":5},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 224","ref_norm":"224","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 225","ref_norm":"225","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-02-20/5-str-26-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:19.167642+00:00"}}