{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1995-03-21_5_StR_71_95_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1995-03-21","aktenzeichen":"5 StR 71/95","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"! FIRE WFLEE E\n\n5 StR 71/95\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 21. März 1995\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen Vergehens nach dem Waffengesetz\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am\n21. März 1995 beschlossen:\n\n1. Wegen der Versäumung der Revisionsbegründungsfrist wird dem Angeklagten R K\nWiedereinsetzung in den vorigen Stand\ngewährt; der Beschluß des Landgerichts\nHamburg vom 30. November 1994 ist gegenstandslos.\n\n2. Als unbegründet verworfen werden\n\na) nach S 349 Abs. 2 StPO die Revisionen\nder Angeklagten S K und R\nK gegen das Urteil des Landgerichts\nHamburg vom 29. Juni 1994,\n\nb) die sofortige Beschwerde des Angeklagten R K gegen die ihn betreffende Kostenentscheidung in dem genannten Urteil.\n\nDie Beschwerdeführer haben die Kosten ihrer Rechtsmittel zu tragen.\n\nZur Gegenerklärung des Verteidigers des Angeklagten R K vom 2. März 1995 merkt der Senat\nan:\n\nAbgesehen davon, daß sich das Landgericht bei der\nBemessung der Einzelstrafe gegen den Angeklagten\nR K wegen Beihilfe zum unerlaubten Waffenhandel nicht an der von ihm zugrunde gelegten\nHöchststrafe orientiert hat, ist die Anwendung des\nnur einmal nach S 49 Abs. 1 StGB gemilderten\nStrafrahmens des 5 53 Abs. 1 Satz 1 WaffG schon\ndeshalb zutreffend, weil die Haupttat auch nach\n\nSs 53 Abs. 1 Nr. 3a lit. a WaffG strafbar war\n\n(UA S. 22, 33, 66; vgl. auch § 53 Abs. 1\n\nNr. 3 WaffG). Im übrigen ist 5 28 StGB auf den unerlaubten waffenhandel nach $S 53 Abs. 1\n\nNr. 1b WaffG für das Merkmal der Gewerbsmäßigkeit\nnicht anwendbar. Der spezielle verwaltungsrechtliche Erlaubnisvorbehalt des S 7 Abs. 1 WaffG knüpft\nalternativ an dieses Kriterium an. Es kennzeichnet\ndie generell verstärkte Gemeingefährlichkeit des\nWaffenhandels als deshalb besonders erlaubnispflichtigen Verhaltens. Dies führt - möglicherweise anders als dort, wo Gewerbsmäßigkeit Tatbestands- oder Qualifikationsmerkmal unmittelbar innerhalb einer Strafnorm ist - zur Annahme eines\n\n- 4 -—-\n\ntatbezogenen persönlichen Merkmals, auf welches.\n\nS 28 StGB keine Anwendung findet (vgl. Senatsurteil vom 25. Januar 1995 - 5 StR 491/94 -, zum Abdruck in BGHSt bestimmt).\n\nLaufhütte Horstkotte Häger\nBasdorf Nack","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1995-03-21/5-str-71-95","cited_norms":[{"jurabk":"WaffG 2002","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1995-03-21/5-str-71-95","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:58.127521+00:00"}}