{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1993-03-09_5_StR_102_93_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1993-03-09","aktenzeichen":"5 StR 102/93","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5_StR 102/93\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 9. März 1993\nin der Strafsache\ngegen\n\nA Houschi vn au: CHE\ngeboren am EEE 1937 ir u (Marokko) ,\n\nwegen Vergewaltigung u. a.\n\nSo\n\n20\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am\n9. März 1993 beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Göttingen vom 17. Novem-\n\nber 1992 wird nach 5 349 Abs. 2 StPO mit der\nMaßgabe als unbegründet verworfen, daß der Angeklagte wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit\nsexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von\ndrei Jahren verurteilt wird.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen Vergewaltigung in zwei Fällen, davon in einem Fall in Tateinheit\nmit sexueller Nötigung, zu einer Gesamtfreiheitsstrafe\nvon drei Jahren verurteilt. Die Revision des Angeklagten bleibt im Ergebnis erfolglos. Die Rüge der Verletzung formellen Rechts ist nicht ausgeführt und daher\ngemäß S 344 Abs. 2 Satz 2 StPO unzulässig. Die Überprüfung des angefochtenen Urteils aufgrund der allgemeinen\nSachrüge ergibt keinen Rechtsfehler zum Nachteil des\nAngeklagten; allerdings ist das Konkurrenzverhältnis\nabweichend zu beurteilen.\n\n30\n\nWie der Generalbundesanwalt näher ausgeführt hat, werden beide Verbrechen der Vergewaltigung durch dasselbe\nfortwirkende Nötigungsmittel zur Tateinheit verbunden\n(vgl. BGH bei Holtz MDR 1979, 106; NStZ 1985, 546;\nLaufhütte in LK 10. Aufl. S 177 Rdn. 20 m.w.N.). S 265\nStPO steht mangels anderweitiger Verteidigungsmöglichkeiten einer Schuldspruchänderung nicht entgegen. Der\nSchuld- und Unrechtsgehalt der Tat bleibt unverändert,\nso daß - wie vom Generalbundesanwalt beantragt - die\nGesamtstrafe als Einzelstrafe bestehen bleiben kann\n(vgl. BGHR StGB § 52 Abs. 1 in dubio pro reo 1, 2, 4;\n\nSenatsurteil vom 16. Februar 1993 - 5 StR 673/92 -).\n\nLaufhütte Harms Schäfer\nHäger Basdorf","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-03-09/5-str-102-93","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1993-03-09/5-str-102-93","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:34.930010+00:00"}}