{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1992-12-09_5_StR_577_92_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1992-12-09","aktenzeichen":"5 StR 577/92","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 577/92 74\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nvom 9. Dezember 1992\nin der Strafsache\ngegen\n\nRainer wilfried SchEER au Til:\ndort geboren am ER 1552.\n\nwegen Vergewaltigung u.a.\n\nMr\nAr\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 9. Dezember 1992 beschlossen:\n\n1. Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Berlin vom 24. März 1992 wird\nnach $S 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\n\nJedoch wird die Liste der angewendeten Vorschriften wie folgt gefaßt: § 121 Abs. 1,\nAbs. 2 Satz 1, Satz 2 Nr. 1, § 148 Abs. 1\nund 5, 8 150 Abs. 1, § 152 Abs. 1 Satz 1,\n$S 63, 64 StGB-DDR.\n\n2. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dadurch der Nebenklägerin Daniela Schatt entstandenen notwendigen Auslagen\nzu tragen.\n\nDer Senat versteht die Feststellungen des angefochtenen\nUrteils dahin, daß Tathandlungen des Angeklagten nach\ndem Inkrafttreten des Einigungsvertrages nicht mehr\nstattgefunden haben. Daher richtet sich die Strafbarkeit der allein in der DDR begangenen Taten des Angeklagten gemäß Artikel 315 Abs. 1 Satz 1 EGStGB in der\nFassung des Einigungsvertrages nach S 2 Abs. 3 StGB.\nMildestes Gesetz im Sinne der letztgenannten Vorschrift\nist das Recht der DDR. Der Senat faßt dementsprechend\ndie Liste der angewendeten Vorschriften neu.\n\nBa\n\nAuf der unrichtigen Anwendung der Vorschriften des StGB\nstatt derjenigen des StGB-DDR kann der Strafausspruch\n\n- trotz der Strafrahmendifferenzen zwischen dem alten\nRecht und dem StGB - hier nicht beruhen; denn der Tatrichter hat sich, wie vom Generalbundesanwalt ausgeführt, bei der Bemessung der Freiheitsstrafe von drei\nJahren ersichtlich an der Untergrenze des Strafrahmens\nder Vergewaltigung orientiert, der nach § 177 Abs. 1\nStGB wie nach 8 121 Abs. 2 StGB-DDR zwei Jahre Freiheitsstrafe beträgt.\n\nLaufhütte Horstkotte Harms\nHäger Nack","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-12-09/5-str-577-92","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 177","ref_norm":"177","n":1},{"jurabk":"StGBEG","ref":"Art 315","ref_norm":"315","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-12-09/5-str-577-92","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:31.510199+00:00"}}