{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1990-03-20_5_StR_97_90_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1990-03-20","aktenzeichen":"5 StR 97/90","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 _ StR _97/90\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nMichael Paul CG uuum .\n\nohne festen Wohnsitz,\n\ngeboren am EEMEEEER 1963 in vum,\n\nzur Zeit in Haft,\n\nwegen Meineides\n\nB27\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhö-\n\nrung des Generalbundesanwalts am 20. März 1990 beschlossen:\n\nÜber die Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Hamburg vom 20. November 1989 hat\nnicht der Bundesgerichtshof, sondern das Hanseatische\n\nOberlandesgericht Hamburg zu entscheiden.\n\nGründe\n\nDer Generalbundesanwalt hat in seiner Antragsschrift ausgeführt:\n\n\"Der Bundesgerichtshof ist für die Entscheidung über das\nRechtsmittel des Angeklagten nicht zuständig, weil das\nangefochtene Urteil im Revisionsverfahren nicht als erstinstanzliches Urteil im Sinne von § 135 Abs. 1 GVG behandelt\nwerden kann, sondern als Berufungsurteil einer großen\nStrafkammer im Sinne des § 121 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b GVG\nanzusehen ist. Zwar hat die Strafkammer gemeint, als erstinstanzliches Gericht entscheiden zu können. Hierfür fehlte\nihr aber die gesetzliche Befugnis. Die verfahrensmäßige\n\nLage (vgl. BGHSt 34, 159, 164) stellte sich nämlich von\nvornherein so dar, daß die amtsgerichtliche Strafgewalt\n\n(s 24 Abs. 2 GVG) nicht überschritten werden durfte, weil\n\nnur der Angeklagte in vollem Umfange Berufung gegen das\nUrteil des Amtsgerichts Hamburg - Schöffengericht - vom\n\n8. November 1988 eingelegt, die Staatsanwaltschaft ihr\nRechtsmittel hiergegen aber auf den Strafausspruch beschränkt\nhatte (vgl. BGHSt 31, 63; Senat, Beschlüsse v. 3. August 1984\n- 5 StR 506/84 - bei Pfeiffer/Miebach NSt2 1985, 209 und\n\n- 3 - 28\n\nv. 5. September 1989 - 5 StR 404/89 -).\n\nÜber die Revision hat deshalb das Hanseatische Oberlandes-\n\ngericht Hamburg zu befinden.\"\nDer Senat tritt dem bei.\n\nHerrmann Fleischmann Schuster\nFuhrmann Horstkotte","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1990-03-20/5-str-97-90","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 121","ref_norm":"121","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 135","ref_norm":"135","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1990-03-20/5-str-97-90","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:49.687516+00:00"}}