{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1989-04-11_5_StR_140_88_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1989-04-11","aktenzeichen":"5 StR 140/88","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"N (2\n5 StR_410/88 or)\n\nN\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nIM NAMEN DES VOLKES\n\nURTEIL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nwegen Betruges u.a.\n\nper 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung\nvom 11. April 1989, an der teilgenommen haben:\n\nVorsitzender Richter am Bundesgerichtshof\n\nHerrmann,\n\ndie Richter am Bundesgerichtshof\nFleischmann\nSchuster\nHorstkotte\nRebitzki\nals beisitzende Richter,\n\nRichter am Landgericht aD\n\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nRechtsanwalt EB :ı: >\n\nals Verteidiger des Angeklagten PB,\n\nRechtsanwalt m aus DT\n\nals Verteidiger des Angeklagten Bgm,\n\nJustizangestellte >\nals Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\n33\n\nDie Revisionen der Angeklagten PB: BED und\n\nLCD sesen das Urteil des Landgerichts Oldenburg (Oldenburg) vom 30. September 1987 werden ver-\n\nworfen.\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechts-\n\nmittels zu tragen.\n\nGründe\n\nl. Die Verfahrensrügen der drei Angeklagten sind, wie\nder Generalbundesanwalt in seiner Antragsschrift vom\n19. Dezember 1988 zutreffend ausgeführt hat, unbegründet\nim Sinne des § 349 Abs. 2 StPO, soweit sie in zulässiger\n\nWeise erhoben worden sind.\n\n2. Auch die Sachrügen greifen nicht durch.\n\na) Den Tatvorsatz der Angeklagten pP un gi\n\nhat das Landgericht aus ihrer intensiven und andauernden\nBeteiligung an dem Vertrieb der Handstrickgeräte hergeleitet; das ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden.\nEs kommt nicht darauf an, ob und zu welchem Zeitpunkt\ndie Angeklagten Kenntnis von dem Verbot, die Ausgabe von\nHeimarbeit mit dem Verkauf von Handstrickapparaten zu\nverknüpfen (Bindende Festsetzung für Entgelte für das\nStricken an Handstrickapparaten in Heimarbeit vom\n\n4. März 1976, Bundesanzeiger 1976, Nr. 77 vom 23. April,\nS. 7), erlangt haben. Denn angesichts der festgestellten\ntatsächlichen Umstände wäre der Betrugstatbestand auch\nohne eine solche Rechtsregel (BVerfG 34, 307, 315) er-\n\nfüllt gewesen. Deswegen ist es hier auch ohne Bedeutung,\n\nob das genannte Verknüpfungsverbot ein Verbotsgesetz im\nsinne des § 134 BGB darstellt und ob den Angeklagten das\nbewußt gewesen ist.\n\nb) Auch die Strafen sind rechtlich nicht zu beanstanden.\n\nzwar ist den Beschwerdeführern einzuräumen, daß die verhängten Strafen hoch sind. Der Senat hat jedoch nach um-\n\nfassender Prüfung keinen Rechtsfehler gefunden.\n\nHerrmann Fleischmann Schuster\nHorstkotte Rebitzki","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-04-11/5-str-140-88","cited_norms":[{"jurabk":"BGB","ref":"§ 134","ref_norm":"134","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-04-11/5-str-140-88","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:34.542195+00:00"}}