{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1987-03-31_5_StR_87_87_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1987-03-31","aktenzeichen":"5 StR 87/87","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 87/87\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nKlaus-Dieter MB aus zo\ndort geboren am Ü 1950,\n\nwegen versuchter räuberischer Erpressung\n\n3\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts am 31. März 1987 einstimmig\n\nbeschlossen:\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des\nSchwurgerichts in Bremen vom 21. November 1986 wird\nnach § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet verworfen.\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels\n\nzu tragen.\n\nGründe\n\nDer Senat hat über die Revision des Angeklagten entschieden,\nweil diese durch das Schreiben des Rechtsanwalts zw\n\nvom 23. Februar 1987 nicht rechtswirksam zurückgenommen\nworden ist.\n\nZwar hatte der Angeklagte in einer schriftlichen Vollmachtserklärung vom 21. Januar 1985 Rechtsanwalt ZB als damaligen Wahlverteidiger ermächtigt, Rechtsmittel zurückzunehmen (Bl. 94 d.A.). Diese Vollmacht ist jedoch mit\n\nder Niederlegung des Wahlmandats erloschen (BGH Beschluß\nvom 31. Januar 1978 - 5 StR 29/78, mitgeteilt bei Holtz\n\nMDR 1978, 461; Beschluß vom 8. Juli 1983 - 3 StR 204/83;\nBeschluß vom 7. Oktober 1986 - 5 StR 493/86).\n\nNach der Bestellung des Rechtsanwalts zu zum Pflichtverteidiger durch den Vorsitzenden der Strafkammer am\n\n21. November 1986 (Bl. 189 d.A.) hätte es einer neuerlichen\nErmächtigung zur Rechtsmittelrücknahme bedurft. Diese muß\ndem Revisionsgericht gegenüber nachgewiesen sein, wobei\n\nder Nachweis durch anwaltliche Versicherung erbracht werden\nkann (BGH NJW 1952, 273).\n\nIn der im Schriftsatz des Rechtsanwalts zB vom 25. Novenber 1986 (Bl. 217 d.A.) gebrauchten Formulierung, die Revision\nwerde \"namens und in Vollmacht\" des Angeklagten eingelegt,\n\nist ein solcher Nachweis ebensowenig zu sehen wie in der\nerneuten Übersendung der Rücknahmeerklärung vom 23. Fe-\n\nbruar 1987 in Ablichtung, nachdem der Senat auf § 302\n\nAbs. 2 StPO hingewiesen hatte.\n\nHerrmann Fleischmann Schuster\nFuhrmann Horstkotte","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1987-03-31/5-str-87-87","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 302","ref_norm":"302","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1987-03-31/5-str-87-87","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:04.309605+00:00"}}