{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1985-07-16_5_StR_409_85_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1985-07-16","aktenzeichen":"5 StR 409/85","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 _ StR 409/85\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\ngegen\n\nKarl-Heinz S aus AED,\ngeboren am 1935 in Eggs»,\n\nwegen Versicherungsbetruges u.a.\n\n-2- | 75\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts am 16. Juli 1985 nach § 349 Abs. 4 StPO\neinstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts Oldenburg (Oldb) vom 12. Dezember 1984\nmit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDie Sache wird an eine andere Strafkammer des\nLandgerichts zurückverwiesen, die auch über die\nKosten der Revision zu entscheiden hat.\n\nGründe\n\nFolgende Verfahrensrüge dringt durch:\n\nVon der Vernehmung der Zeugin K@® am 14. Juni 1982 ist der\nBeschwerdeführer nicht benachrichtigt worden, obwohl er\ndamals schon Beschuldigter war. Nachdem die Zeugin KB in\nihrer polizeilichen Vernehmung vom 15. März 1982 Hinweise\nauf eine Täterschaft des Beschwerdeführers gegeben hatte,\nwar die Polizei durch eine Verfügung des Staatsanwalts vom\n23. April 1982 ersucht worden, die Akten zur richterlichen\nVernehmung der Zeugin xD an das Amtsgericht weiterzuleiten\nund danach den Beschwerdeführer \"als Beschuldigten verantwortlich zu vernehmen\" (Bd. I Bl. 178 d.A.). Der Wille\n\nder Staatsanwaltschaft, gegen den Beschwerdeführer wegen\ndes Verdachts einer Straftat vorzugehen, hat mit dieser\nMaßnahme eindeutigen Ausdruck gefunden; daß das richterliche\nVernehmungsprotokoll vom 14. Juni 1982 die Überschrift\n\"Strafsache gegen Unbekannt\" (Bd. I Bl. 188 d.A.) trägt,\nändert daran nichts. \\\n\n- 3 - 735\n\nDas Verfahren verstieß gegen § 168 c Abs. 2, 5 StPO. Deshalb\ndurfte die Aussage des Ermittlungsrichters über die von der\nZeugin gemachten Angaben gegen den Widerspruch des Verteidigers\n(den dieser im Beweisamtrag vom 11. Dezember 1984 erklärt\nhatte) nicht verwertet werden (BGHSt 26, 332, 335; 31, 140,\n144).\n\nDie Urteilsgründe (UA S. 13, 14) ergeben, daß die Verurteilung\ndes Angeklagten auf dem Verfahrensfehler beruht.\n\nHerrmann Schuster Horstkotte\n\nHerr Rebitzki Niepel\nkann (Urlaub)\n\nnicht unter-\n\nschreiben.\n\nHerrmann","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-07-16/5-str-409-85","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-07-16/5-str-409-85","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:20:39.138215+00:00"}}