{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1982-07-09_5_StR_395_82_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1982-07-09","aktenzeichen":"5 StR 395/82","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 395/82\n\nLot\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\ngegen\n\nHamza A m aus DW:\ngeboren am EEE 195: in Au (Ägypten),\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz u.a.\n\nmu\n\nPa\n\nEu f\n\nx.\n\nDer 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\nund zu 3 auf Antrag des Generalbundesanwalts am 9. Juli 1982\ngemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO einstimmig beschlossen:\n\n41. Die Verfolgung wird nach § 154 a Abs. 2 StPO\nauf das unerlaubte Handeltreiben mit Betäubungsmitteln beschränkt.\n\n2. Auf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts Berlin vom 22. März 1982\naufgehoben, soweit der Verfall von 1.300,-- DM\nangeordnet worden ist.\n\n3. Die weitergehende Revision wird verworfen. -\nJedoch entfällt die tateinheitliche Verurteilung\nwegen Steuerhehlerei.\n\n4. Im Umfang der Aufhebung wird die Sache an\neine andere Strafkammer des Landgerichts\nzurückverwiesen, die auch über die Kosten\nder Revision zu entscheiden hat.\n\nGründe\n\nDie Verfallerklärung war aufzuheben, weil das\nLandgericht den Begriff des Vermögensvorteils im Sinn\ndes § 73 StGB verkannt hat. Darunter fällt nicht jeder\nGeldbetrag, den der Angeklagte durch eine rechtswidrige\nTat erlangt hat, sondern nur der durch sie erzielte Gewinn;\ndie durch die Tat entstandenen Unkosten sind deshalb vom\nErlös abzuziehen (BGHSt 28, 369; H.W. Schmidt in MDR 1980,\n\n969, 971 und 1981, 881, 884). Ob eine Einziehung des Wert-\n\nersatzes nach § 74 c StGB in Betracht kommt, hat der Tatrichter nach pflichtgemäßem Ermessen zu entscheiden.\n\nHerrmann Fleischmann Schuster\nFuhrmann Rebitzki","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1982-07-09/5-str-395-82","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 73","ref_norm":"73","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 74c","ref_norm":"74c","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 154a","ref_norm":"154a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1982-07-09/5-str-395-82","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:19:48.627228+00:00"}}