{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1979-09-04_5_StR_516_79_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1979-09-04","aktenzeichen":"5 StR 516/79","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"a\n5\n\nsans Zurück an 052\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Einzelhandelskaufmann Werner O GimEEkEEEEBmEEmEEE?\naus NW\ngeboren am mm» 1952 in Beim\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen Körperverletzung mit Todesfolge\n\n- 2 ..\n\nDer 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach\nAnhörung des Generalbundesanwalts am 4.September 1979\nnach § 349 Abs.4 StPO einstimmig beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Schwurgerichts in Flensburg vom\n27.März 1979 mit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDie Sache wird an eine andere Schwurgerichts-\n\nkammer des Landgerichts zurückverwiesen, die auch\nüber die Kosten der Revision zu entscheiden hat.\n\nGründe\n\nSchon die Sachrüge des Angeklagten führt zur Aufhebung\ndes Urteils, da der Schuldspruch von den Urteilsfeststellunger\n\nnicht hinreichend getragen wird.\n\n|\n\nDas Landgericht begründet seine Überzeugung von der\nfahrlässigen Verursachung der Todesfolge im Sinne der\n88 226 Abs.1, 11 Abs.2 StGB allein damit, daß \"der Angeklagte\nohne weiteres hätte erkennen müssen, daß Fußtritte zum Kopf\ndes Opfers zu ... tödlichen Verletzungen führen können\"\n(UA 5.23). Unerörtert bleibt dagegen die vorrangige Frage,\nob von dem Angeklagten \"die Folge\" seiner \"Tat ... in der\nkonkreten Situation, in der er handelte, vorausgesehen\nwerden konnte\"(BGH bei Dallinger in MDR 1973/18; BGHSt 24/31,\n37; BGH Urt. v. 21.August 1975 - 4 StR 166/75).\n\nDas verstand sich im vorliegenden Fall keineswegs\nvon selbst, sondern bedurfte auf Grund der Urteilsfeststellungen, wonach die BAK des Angeklagten zur Tatzeit\nmaximal \"3,44 9 /oo\" betrug, und er infolge \"seiner Alkohol-\n\n- 3.\n\n- = 3 —\n\nbeeinflussung die Wirkurg seiner Tritte falsch eingeschätzt ..., sie »ämlich nicht für sonderlich gefährlich\ngehalter!habe (UA 5.20), und \"zur Zeit der Tatkegehung\neinfach nicht\" \"übersah, ... welche Folgen seine Handlungsweise haben konnte\" (UA S.22), einer besonderen\nFestellung und Würdigung.\n\nVorsorglich weist der Senat daraufhin, daß dem\nProtokoll des Amtsgerichts Schleswig - 5 Gs 221/78 - vom\n22.Mai 1978 (Bd. I Bl. 30-32 d.A.) bislang die richterliche Unterschrift fehlt und bei einer erneuten nachträglichen Gesamtstrafenbildung (§ 55 StGB) die Grundsätze der Entscheidung BGHSt 15/164,165 f zu beachten\nsein werden.\n\nHerrmann Fleischmann Fuhrmann\nHorstkotte Ulsamer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1979-09-04/5-str-516-79","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 55","ref_norm":"55","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1979-09-04/5-str-516-79","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:19:03.529675+00:00"}}