{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1979-02-27_5_StR_24_79_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1979-02-27","aktenzeichen":"5 StR 24/79","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"0 o%\n5_StR 24/79\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nIM NAMEN DES VOLKES\n\nURTEIL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Arbeiter Detlef K gie aus reuuiiiiiim.\ngeboren an EEE 1947 in DEE Kreis si,\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen Totschlages\n\n-2-\n\nDer 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der\n\nSitzung vom 27.Februar 1979, an der teilgenommen haben:\n\nVorsitzender Richter am Bundesgerichtshof\nHerrmann,\n\ndie Richter am Bundesgerichtshof\nSchuster\nDr.Fuhrmann\nHorstkotte\nDr.Ulsamer\nals beisitzende Richter,\n\nRichter am Landgericht 9\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nRechtsanwalt (EB aus za\n\nals Verteidiger,\n\nJustizangestellte m\n\nals Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt;\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Schwurgerichts in Göttingen\n\nvom 26.September 1978 mit den Feststellungen\naufgehoben.\n\nDie Sache wird an das Schwurgericht in\nHannover zurückverwiesen, das auch über die\n\nKosten der Revision zu entscheiden hat.\n\n- Von Rechts wegen -\n\nSo\n\n3- 30\n\nGründe\n\nDie auf § 338 Nr.1 StPO gestützte Verfahrensrüge hat\nErfolg. Bei der Besetzung des erkennenden Gerichts hätte\nder Hilfsschöffe SEE nicht übergangen werden dürfen.\nDie Heranziehung dieses Hilfsschöffen war erforderlich\ngeworden, nachdem sich am Freitag, dem 15.September 1978,\nergeben hatte, daß ein Hauptschöffe wegen Krankheit nicht\nan der Hauptverhandlung vom 18.September 1978 mitwirken\nkonnte. Der Vorsitzende der Strafkammer hat den am Sitz\ndes Gerichts wohnhaften Hilfsschöffen SR an\n15.September 1978 \"entschuldigt\" (Band II B1.245 d.A.),\nweil der Hilfsschöffe an diesem Tage \"trotz mehrfacher\nVersuche nicht mehr telefonisch geladen werden\" konnte\n(Band II B1.243 d.A.). Dieses Verfahren fand in den §§ 49,\n54 GVG (in der bis zum 31.Dezember 1978 geltenden Fassung)\nkeine Grundlage. Der Hilfsschöffe SB ist zu der\nHauptverhandlung nicht geladen worden; er hat keinen Antrag\ngestellt, ihn nach § 54 Abs.1 GVG von der Dienstleistung zu\nentbinden. Er durfte nicht schon deswegen tibergangen werden,\nweil er sich auf fernmündlichen Anruf nicht meldete (BGH,\nUrteil vom 6.0Oktober 1977 - k StR 369/77 -). Erst wenn der\nnach dem Ausfall des Hauptschöffen zu berufende und berufene\nHilfsschöffe verhindert ist und nicht erscheint, kann sein\nNachmann berufen werden (BGHSt 5,73,74). Hier hätte die\nförmliche Ladung dem Hilfsschöffen SW durch den\nGerichtswachtmeister oder durch die Post übermittelt werden\nmüssen.\n\n„Uu- S6\n\nIn der neuen Verhandlung wird der Tatrichter zu\nerwägen haben, ob die Umstände des Falls Anlaß zu einer\neingehenderen Prüfung des § 213 StGB geben, als sie in dem\nangefochtenen Urteil (UA S.17/18) angestellt worden ist\n(vgl. BGHSt 16,360; BGH, Urteil vom 26.Februar 1975\n- 2 StR 14/75 - , mitgeteilt bei Dallinger MDR 1975,542).\n\nHerrmann Schuster Fuhrmann\n\nHorstkotte Ulsamer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1979-02-27/5-str-24-79","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 54","ref_norm":"54","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 213","ref_norm":"213","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 49","ref_norm":"49","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1979-02-27/5-str-24-79","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:57.275652+00:00"}}