{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1979-01-09_5_StR_799_78_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1979-01-09","aktenzeichen":"5 StR 799/78","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 799/78\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Kaufmann Osama El Hag 5 in\naus BB,\ngeboren am NEED 1953 in PB/:,\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit\nBetäubungsmitteln u.a.\n\nN\n\nOr\n\n-2- S\n\nDer 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach\nAnhörung des Generalbundesanwalts am 9.Januar 1979\nnach § 349 Abs.4 StPO einstimmig beschlossen:\n\n1. Auf die Revision des Angeklagten\nSatti wird das Urteil des Landgerichts Berlin vom 10.Juli 1978, soweit\nes diesen Beschwerdeführer betrifft, mit\nden Feststellungen aufgehoben.\n\n2. Die Sache wird im Umfang der Aufhebung\nan eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen, die auch über\ndie Kosten der Revision zu entscheiden\nhat.\n\nGründe\n\nDie Urteilsfeststellungen weisen einen Widerspruch\nauf, der zur Aufhebung des Schuldspruchs führt: Der\nTatrichter stellt einerseits fest, daß der Beschwerdeführer vom 23.Februar bis zum 8.Juli 1976 nicht in\nDeutschland gewesen ist (UA S.5) und in dieser Zeit\nkeine Teilakte der abgeurteilten fortgesetzten Handlung\n(Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit\nSteuerhehlerei) begangen hat (UA S.11-12). Andererseits\nverurteilt das Landgericht den Angeklagten auch deswegen,\nweil er dem Zeugen NW \"ab März 1976 wöchentlich etwa\n3-4 8\" (UA S.5) und der Zeugin HB \"seit etwa Mai 1976\"\n(UA S.12,16) in seiner Berliner Wohnung Heroin verkauft hat.\n\nZu der § 251 Abs.1 StPO betreffenden Verfahrensrüge\nhat der Generalbundesanwalt darauf hingewiesen, \"daß es\n\nzweifelhaft erscheint, ob die nicht auf Grund eines\n\n-3-\n\n-3-\n\nRechtshilfeersuchens, sondern im ersten Zugriff\ndurchgeführte Vernehmung des Zeugen N»\n\n(Bd.I B1.45 ff d.A.) einer richterlichen gleichge-\n\nsetzt werden kann (vgl. auch Löwe-Rosenberg, 23.Aufl.,\nRdn.24 zu § 251 StPO)\", und daß es sich deshalb in\n\nder neuen Hauptverhandlung empfehle, \"die Voraussetzungen\ndes § 251 Abs.2 StPO zu prüfen und gegebenenfalls bei\nWürdigung des Beweiswerts der Aussage auf eine \"andere\nVernehmung' im Sinne der vorgenannten Vorschrift abzu-\n\nstellen\",\n\nHerrmann Schmidt Fleischmann\n\nFuhrmann Horstkotte","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1979-01-09/5-str-799-78","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 251","ref_norm":"251","n":3},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1979-01-09/5-str-799-78","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:52.510685+00:00"}}