{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1978-07-20_5_StR_460_78_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1978-07-20","aktenzeichen":"5 StR 460/78","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 46 OÖ / 78\n\nRIP\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nHans-Jürgen K WB ,\nohne festen Wohnsitz,\n\ngeboren an @. 8 1947 in Vomp,\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\n\nwegen Betruges u.a,\n\n-2- N\n\nDer 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs hal nach\nAnhörung des Generalbundesanwalts aır 12.Septenber 1,78\neinstimmig beschlossen:\n\nDer Antrag des Verurteilten, ihn gegen die\nVersäumung der Frist zur Gegenerklärung auf\nden Antrag des Generalbundesanwalts vom\n20.Juli 1978 wieder in den vorigen Stand\neinzusetzen, wird als unzulässig verworfen.\n\nGründe\n\nEin Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand\nwegen Versäumung der Revisionsbegründungsfrist (§ 345\nAbs.1 StPO) oder der Frist zur schriftlichen Gegenerklärung nach § 349 Abs.3 StPO ist nach der ständigen\nRechtsprechung des Bundesgerichtshofs Jedenfalls dann\nunzulässig, wenn im Zeitpunkt des Antragseinganges die\nRevision mit einstimmig gefaßtem Beschluß gemäß § 349\nAbs.2 StPO als offensichtlich unbegründet verworfen war,\nweil dadurch das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen\nworden ist (BGH 17/94,95 ff; Beschluß vom 8.März 1966\n-3 StR 42/66; Beschluß vom 5.Juli 1966 -5 StR 207/66;\nbei Dallinger in MDR 1966/728; BGH 23/102,103),\n\nDer vorliegende, zwar am 9.August 1978, aber erst\nnach dem am selben Tage erlassenen Beschluß gemäß\n§ 349 Abs.2 StPO eingegangene Wiedereinsetzungsamtrag\n\ndes Verurteilten war daher als unzulässig zu verwerfen.\n\nDer Antragsteller ist durch den Erlaß des Beschlusses\nvom 9.August 1978 auch nicht in seinem Grundrecht auf\n\n-3-\n\n-3- ' . V\n\nrechtliches Gehör (Art.103 Abs.1 GG) verletzt worden.\n\nDer Antrag des Generalbundesanwalts ist am 24. Juli 14972\nsowohl seinem Verteidiger als auch ihm selbst zugestellt\nworden. Der Antragsteller hatte also während der von\n\n§ 349 Abs.2 Satz 2 StPO gewährten und vom Senat beachteten\nzweiwöchigen Frist Gelegenheit, selbst schriftlich oder\n\nzu Protokoll des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des\nAmtsgerichts, in dessen Bezirk die Justizvollzugsanstalt\nLübeck liegt, eine Gegenerklärung beim Revisionsgericht\neinzureichen,\n\nHerrmann Fleischmann Schuster\n\nFuhrmann Ulsamer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1978-07-20/5-str-460-78","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":4},{"jurabk":"GG","ref":"Art 103","ref_norm":"103","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 345","ref_norm":"345","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1978-07-20/5-str-460-78","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:47.766012+00:00"}}