{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1976-07-15_5_StR_536_76_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1976-07-15","aktenzeichen":"5 StR 536/76","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5_StR 536/76\n\nBUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\nin der Strafsache\ngegen\n1.\n2.\n3.\n\nwegen gemeinschaftlich begangener Nötigung u.a.\n\n-2-\n\nDer 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts am 8.0ktober 1976 zu 2) einstimmig\nbeschlossen:\n\n1.\n\n2°\n\nAuf den Antrag des Angeklagten BP auf\nEntscheidung des Revisionsgerichts wird der\nBeschluß des Landgerichts in Hamburg vom\n15.Juli 1976 aufgehoben.\n\nDie Revisionen der Angeklagten JB und\nVD gegen das Urteil des Landgerichts\nin Hamburg vom 22.April 1976 werden nach\n\n§ 349 Abs.2 StPO als offensichtlich\nunbegründet verworfen.\n\nDie Schriftsätze des Angeklagten JB von\n18.September 1976 und der Angeklagten vun\nvom 22.September 1976 haben dem Senat vorgelegen.\n\nJeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe\n\nDas Landgericht hat die Revision des Angeklagten BE oo 7]\nmit dem angefochtenen Beschluß als unzulässig verworfen, weil\nder Angeklagte sein Rechtsmittel verspätet begründet haben\nsoll. Gegen die Versäumung dieser Frist sucht der Angeklagte\num Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach.\n\nDieser Antrag ist unzulässig. Das Urteil des Landgerichts\n\nin Hamburg vom 22.April 1976 ist dem Angeklagten nicht wirksam\nzugestellt worden, weil der Verteidiger das Empfangsbekenntnis\nentgegen § 212a ZPO nicht selbst unterzeichnet hat; die Frist\ndes § 345 Abs.1 StPO ist deshalb bisher nicht in Lauf gesetzt\n\nworden.\n\nFine Fristversäumnis liegt nicht vor.\n\n- 3.\n\n- 3 -\n\nDer Senat legt den Wiedereinsetzungsamtrag unter diesen\nUmständen als Antrag auf Entscheidung des Revisionsgerichts\nnach § 346 Abs.2 StPO aus, der rechtzeitig angebracht ist\nund zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses führt.\n\nDas Urteil wird dem Angeklagten Bösche nunmehr wirksam\n\nzuzustellen sein.\n\nSarstedt Herrmann Schuster\n\nFuhrmann Horstkotte","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1976-07-15/5-str-536-76","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 346","ref_norm":"346","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 345","ref_norm":"345","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1976-07-15/5-str-536-76","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:24.853618+00:00"}}