{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1969-09-26_5_StR_504_69_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1969-09-26","aktenzeichen":"5 StR 504/69","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"2098: 019-\n\n5 StR_504/69\n\nF\n\n“0 BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Maurermeister und Oberpolier\n\nFriedrich D EEE =u> SCHERE,\ngeboren an ED 915 ir u,\n\nwegen vorsätzlicher Volltrunkenheit\n\n-2-\n\nDer 5.Strafsenat des. Bundesgerichtehofs hat nach\nAnhörung des Generaltundesanwalts in der Sitzung vom\n26.September 1969 gemäß § 349 Abs.4 StPO einstimmig\nbeschlossen: \\ u\n\n‘Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes landgerichts in Göttingen vom 7.März 1969\nnit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDie Sache wird an eine andere Strafkamrer des\nTandgerichts zurückverwiesen, die auch über\ndie Kosten des Rechtsmittels zu entscheiden\nhat,\n\nGründe\n\nDie Feststellungen des Urteils zur inneren Tatseite\ndes als Rauschtat angenommenen Tötungsverbrechens stehen\nzu den Gründen, aus denen das Landgericht zuvor die\nAnwendung des § 212 St&@B abgelehnt hat, in unlösbarem\nWiderspruch. Nach UA S.20 konnte dem Angeklagten der\nTötungsvorsatz nicht nachgewiesen werden, weil ihm nicht\nzu widerleger. war, daß er mit dem Griff an den Hals\nseiner Geliebten nur die Eindämmung ihrer Schimpfkanonade\nerstrebte. Auf UA S.22/23 heißt es dagegen, sein\nnatürlicher Wille sei nicht nur auf Körperverletzung,\nsondern auf Tötung des Opfers gerichtet gewesen. Beides\nist miteinander nicht zu vereinen, Wenn der Angeklagte\nnach dem Ergebnis der Beweisaufnahme mit seinem Würgegriff\nnur die Schimpfkanonade der Getöteten hat eindämmen\nwollen, könnte als mit Strafe bedrohte Handlung im Sinne\ndes § 330a StGB nur fahrlässige Tötung (§ 222 StGB)\noder Körperverletzung mit Todesfolge (§ 226 StGB) in\nBetracht kommen.\n\n- 3.\n\nDer dargelegte Rechtsfehler in der Beurteilung der\nRauschtat nötigt dazu,. das angefochtene Urteil nicht\nnur im Strafausspruch, sondern vollen Umfangs aufzuheben (BGHSt 14, 114).\n\nSarstedt Schmidt Siemer\n\nSchnitt Herrmann","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1969-09-26/5-str-504-69","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 222","ref_norm":"222","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 226","ref_norm":"226","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 330a","ref_norm":"330a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1969-09-26/5-str-504-69","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:05.865067+00:00"}}