{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1966-01-14_5_StR_15_66_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1966-01-14","aktenzeichen":"5 StR 15/66","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"5 stR_15/66\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Schreiner Adolf M me aus Kemiie,\ngeboren am U) 1927\nin KB Kreis Le (Weip. ),\n\nzur Zeit in anderer Sache in Unterbringungshaft,\n\nwegen Volltrunkenheit\n\nR\ng8:\nS\nEx\nRn\n&\nv\n\nDer 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung cs Generalbundesanwalts in der Sitzung vom\n14.Januar 1966 gemäß § 349 Abs.4 StPO einstimmig beschlos-\n\nsen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird\n\ndas Urteil des Landgerichts in Krefeld\n\nvom 3.September 1965 mit den Feststellungen\naufgehoben. | |\n\nDie Sache wird an das Landgerichts in Duisburg\nzurückverwiesen, das auch über die Kosten der\nRevision zu befinden hat.\n\nGründe\n\nDie Revision rügt mit Recht, daß die Strafkammer die\nfrüheren Bekundungen der Ehefrau des Angeklagten vor der\nKriminalpolizei durch Vernehmung des Verhörsbeamten,\nKriminalmeisters RB, sowie dadurch in die Beweisaufnahme eingeführt hat, daß sie dem Angeklagten die Vernehmungsniederschrift vorhielt. Nachdem die Zeugin in der\nHauptverhandlung gemäß § 52 StPO ihre Aussage verweigert\nhatte, verstieß dies gegen § 252 StPO (BGH NJW 1954,204;\nNJW 1956,1886). Der Senat kann nicht ausschließen, daß die\nVerurteilung auf dem Verstoß beruht.\n\nWas die Ehefrau Sekannten erzählt hat, darf durch\nVernehmung dieser Bekannten in die Hauptverhandlung eingeführt werden. Wegen des Zeugnisverweigerungsrechtes\n\n- 3 -\n\nder 12jährigen Renate S@EEB weist der Senat auf die\n‚Entscheidung BGHSt 14,159 hin. Der Tatrichter muß\nprüfen, ob das Kind die für das Verständnis seines.\nZeugnisverweigerungsrechtes srforderliche Reife besitzt.\nNur wenn der Tatrichter das verneint, muß der gesetzliche Vertreter befragt werden.\n\nSarstedt Koffka | Schmidt\n\n‚Börker Kersting","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-01-14/5-str-15-66","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 52","ref_norm":"52","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 252","ref_norm":"252","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-01-14/5-str-15-66","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:16:17.413168+00:00"}}