{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1961-06-16_5_StR_201_61_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1961-06-16","aktenzeichen":"5 StR 201/61","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"5 StR_201/61\n\n2179 048\n\nInNanen des Volkes\n\nIn der Strafsache\ngegen\n\nden kaufmännischen Angestellten Joachim 5 EEE\n\naus ID,\ngeboren am EEE 1926 in sm.\n\nzur Zeit in Untersuchungshaft,\nwegen Betruges im Rückfall\n\nhat der 5.Strafsenat des Bundesgerichtshofs in der Sitzung\nvom 16.Juni 1961, an der teilgenommen haben;\n\nSenatspräsident Sarstedt\nals Vorsitzender,\n\nBundesrichterin Dr.Koffka\n\nBundesrichter Schmidt\n\nBundesrichter Dr.Börker\n\nBundesrichter Mayr\nals beisitzende Richter,\n\nOberstaatsanwalt beim Bundesgerichtshof un\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nJustizangestellte\n\nals Urkundsbeamtin der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts in Lübeck vom 11.Oktober 1960 mit den\nFeststellungen aufgehoben, soweit der Angeklagte\nverurteilt worden ist,\n\nIm Umfange der Aufhebung wird die Sache zu neuer\nVerhandlung und Entscheidung - auch über die Kosten\ndes Rechtsmittels -— an das Landgericht in Kiel zurückverwiesen.\n\n- Von Rechts wegen -\n\n-2_-\n\nGründe:\n\nDie Revision des Angeklagten greift durch, weil die\nmehrtägige Hauptverhandlung gegen ihn ohne einen Verteidiger stattgefunden hat.\n\nMit Recht weist die Revision darauf hin, daß eine\nVerteidigung wegen der Schwere der Tat notwendig war. Wie\nder Senat in BGHSt 6,199,201 entschieden hat, kann in\nStrafkammersachen des ersten Rechtszuges nur selten von\nder Bestellung eines Verteidigers abgesehen werden. Um\neinen solchen Ausnahmefall handelt es sich hier aber nicht,\nDie Zahl der Tatvorwürfe und die Dauer der Hauptverhandlung\nvor dem Landgericht sprechen dagegen.\n\nEs liegt daher der unbedingte Aufhebungsgrund des\n§ 338 Nr.5 in Verbindung mit § 140 Abs.2 StPO vor (BGH,\n5 StR 547/58 vom 19.Dezember 1958; BGH NJW 1961,740,741).\n\nDer Senat hat von der Möglichkeit Gebrauch gemacht,\ndie Sache an ein zu demselben Land gehörendes benachbartes\nGericht gleicher Ordnung zurückzuverweisen.\n\nDie Entscheidung entspricht dem Antrage des Generalbundesanwalts,\n\nSarstedt Koffka Schmidt\nBörker Mayr","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1961-06-16/5-str-201-61","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 140","ref_norm":"140","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1961-06-16/5-str-201-61","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:15:05.619482+00:00"}}