{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-5_NA_1953-07-03_5_StR_542_53_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"5. Strafsenat","decided":"1953-07-03","aktenzeichen":"5 StR 542/53","doktyp":null,"leitsatz":null,"text_plain":"5 StR 542/55 2275 024\n\nImNamen des Volkes\n\nIn der Strafsache\n\ngegen\n\nden Ver;reter Walter H EEE\n\naus CE\ngeboren am ME 1904 in WB,\n\nwegen gemeinschaftlichen fortgesetzten Betruges\n\nhat der 5.Strafsenet des Bundesgerichtshofs in der\nSitzung vom 153.November 1953, an der teilgenommen haben;\n\nSenatspräsident Dr.Geier\nals Vorsitzender,\nBundesrichter Sarstedt\nBundesrichter Schmidt\nBundesrichter Siemer\nBundesrichter Schmitt\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanwalt Dr. .EEEED\n\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\nJustizobersekretär am\n\nals Urkundsbeanter der Geschäftsstelle,\nfür Recht erkannt:\n\nDie Revision des Angeklagten HOEEEEED gegen\ndas Urteil des Landgerichts in Göttingen vom\n3.Juli 1953 wird verworfen; die Sache wird jedoch\nzur Verhandlung und Entscheidung über die Anwendbarkeit des § 23 StGB an das Landgericht zurückverwiesen.\n\nDer Angeklagte trägt die Kosten des Rechts-\n\nmittels.\n- Von Rechts wegen -\n\n-2-\n\nGründe:\n\nDer Angeklagte ist durch das Urteil des Landgerichts wegen gemeinschaftlichen fortgesetzten Betruges\nzu einer Gefängnisstrafe von 7 Monaten verurteilt worden. Seine Revision rügt die Verletzung sachlichen\nRechts. Sie ist nach einstimmiger Auffassung des Senats\noffensichtlich unbegründet,\n\nNach dem am 1.0Oktober 1953 in Kraft getretenen\nDritten Strafrechtsänderungsgesetz war jedoch folgendes\nzu beachten: Den Gerichten ist nunmehr gemäß § 23 StGB\ndie Möglichkeit gegeben, im Urteil die Vollstreckung erkannter Gefängnisstıafen auszusetzen, damit der Verurteilte durch gute Führung während einer Bewährungszeit\nStraferlaß erlangen kann (Strafaussetzung zur Bewährung).\nDiese Bestimmung hat keinen verfahrensrechtlichen, son-Gern sachlichrechtlichen Inhalt. § 23 StGB betrifft\nnicht die Art und Weise der S;rafvollstreckung, steht\nvielmehr mit der Strafzumessung in engem Zusammenhang.\nEr ist eine gegenüber dem früheren Rechtszustand mildere\nVorschrift im Sinne des § 2 kbs 2 StGB. Diese ist in\nAnwendung des § 354 a StPO auch noch in der Revisionsinstanz zu beachten (so 5 StR 248/53 vom 8.10.53).\n\nDie Sache war daher entsprechend dem Antrage des\nOberbundesanwalts zur Verhandlung und Entscheidung über\ndie Anwendbarkeit des § 23 StGB an das Landgericht zurückzuverweisen.\n\nDr.Geier Sarstedt Schmidt\nSiemer Schmitt","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1953-07-03/5-str-542-53","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":4},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354a","ref_norm":"354a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1953-07-03/5-str-542-53","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:11:56.354614+00:00"}}