{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1999-01-12_4_StR_705_98_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1999-01-12","aktenzeichen":"4 StR 705/98","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nBESCHLUSS\n\n4 StR 705/98\n\nvom\n\n12. Januar 1999\n\nin der Strafsache\ngegen\n\nwegen schwerer räuberischer Erpressung\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 12. Januar 1999\n\neinstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hagen vom 13. August 1998 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).\n\nZu Recht hat das Landgericht den Tatbestand des § 250\nAbs. 1 Nr. 2 StGB a.F. schon deshalb als erfüllt angesehen,\nweil die Bombenattrappe nach ihrem objektiven Erscheinungsbild jedenfalls nicht offensichtlich ungefährlich war. Dies unterscheidet den Fall von den Sachverhalten, die den Entscheidungen BGHSt 38, 116 - auf die sich die Revision beruft - und\nBGHR StGB § 250 Abs. 1 Nr. 2 Mittel 3 und 4 zugrunde liegen.\nFür 8 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) StGB i.d.F. des 5. StrRG gilt\nnichts anderes (BTDrs. 13/9064 S. 18; Schroth NJW 1998,\n2861, 2865). Im übrigen hat der Angeklagte den Tatbestand\nauch dadurch verwirklicht, daß er ein Campingbeil bei sich\nführte. Daß er dieses nur \"eventuell\" als Drohmittel einsetzen\nwollte, führt entgegen der Ansicht des Landgerichts (UA 24) zu\nkeinem anderen Ergebnis. Angesichts des unbedingten Raubvorsatzes genügte es für die Qualifikation, daß der Angeklagte\ndie Verwendung des Beils nur im Bedarfsfall vorsah (st. Rspr.;\nBGHR StGB § 244 Abs. 1 Nr. 2 Waffe 1; Senatsurteil vom\n\n24. September 1998 - 4 StR 272/98 = NJW 1999, 69, 70\nm.w.N.).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu\n\ntragen.\n\nMeyer-Goßner Maatz Kuckein\n\nSolin-Stojanovic Ernemann","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1999-01-12/4-str-705-98","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 250","ref_norm":"250","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1999-01-12/4-str-705-98","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:51.914877+00:00"}}