{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1997-06-17_4_StR_243_97_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1997-06-17","aktenzeichen":"4 StR 243/97","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"Are\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nDez:\n\nBESCHLUSS\n\n4 StR 243/97 vom\n\n17. Juni 1997\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nChristin KO :us EEE dort geboren am\nEEE 1267, zur Zeit in Haft,\n\nwegen Totschlags\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdefüh-\n\nrers am 17. Juni 1997 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Paderborn vom 28. Januar 1997\nwird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des\nAngeklagten ergeben hat (S 349 Abs. 2 StPo).\n\nDer Senat bemerkt ergänzend zu den Ausführungen\ndes Generalbundesanwalts in der Antragsschrift\nvom 13. Mai 1997 zu dem von der Revision gerügten Verstoß gegen § 163 a Abs. 4 Satz 2 i.V.m.\n§ 136 Abs. 1 Satz 2 StPo:\n\nDer Verstoß gegen die Grundsätze des fairen\nVerfahrens, der darin liegen kann, daß dem Angeklagten bei seiner ersten polizeilichen Vernehmung, bei der er sich nach ordnungsgemäßer\nBelehrung zur Aussage ohne Hinzuziehung eines\nVerteidigers bereit erklärte, nicht mitgeteilt\nwurde, daß sich bereits ein Verteidiger für ihn\ngemeldet hatte, kann zwar ein Verwertungsverbot\nhinsichtlich der bei der Vernehmung gemachten\nAngaben nach sich ziehen. Dies kann der Revision indes nicht zum Erfolg verhelfen, weil der\nRevisionsbegründung nicht zu entnehmen ist, daß\nder Angeklagte oder sein Verteidiger der Ver-\n\nwertung der polizeilichen Aussage durch Verneh-\n\nmung der Verhörspersonen in der Hauptverhand-\n\nlung widersprochen hat. Daß der Verteidiger im\nErmittlungsverfahren gegenüber der Staatsanwaltschaft insoweit ein Beweisverwertungsverbot\ngeltend gemacht hat, genügt nicht (vgl. BGHSt\n38, 214, 226; Kleinknecht/Meyer-Goßner StPO 43.\nAufl. $S 136 Rdn. 20, 20 a).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die den Nebenklägern im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu\n\ntragen.\n\nMeyer-Goßner Maatz Kuckein\n\nAthing Ernemann","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-06-17/4-str-243-97","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 136","ref_norm":"136","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1997-06-17/4-str-243-97","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:23:24.957815+00:00"}}