{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1992-11-05_4_StR_517_92_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1992-11-05","aktenzeichen":"4 StR 517/92","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nBESCHLUSS\n\n4 StR 517/92\n\nvom\n5, November 1992\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nIlhan vEEEED zu: ei. seboren am ED\nAED 1351 in EB (Türkei), zur Zeit in Haft,\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln u.a.\n\nGE\n\nDer 4, Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 5. November 1992 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\nder 1. großen Strafkammer Recklinghausen des\nLandgerichts Bochum vom 1. Juli 1992 wird als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des\nUrteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten\nergeben hat (8 349 Abs. 2 StPO).\n\nZu dem Schriftsatz des Verteidigers vom 3. November 1992 bemerkt der Senat lediglich folgendes:\n\nDie allein auf die Sachrüge gestützte Beanstandung, die Strafkammer habe zu Unrecht die Voraussetzungen des 5 31 Nr. 1 BtNG nicht angenommen, greift unabhängig davon, ob die \"Angaben zu\nStraftaten des Zeugen TE\" (va 17) überhaupt\nden Zusammenhang aufweisen, der in § 31 Nr. 1\nBtMG vorausgesetzt ist (vgl. dazu BGH NStz 1988,\n505, 506; 1991, 290 = Stv 1991, 262, 263), deshalb nicht durch, weil der Tatrichter sich nicht\ndie erforderliche Überzeugung hat verschaffen\nkönnen, daß die \"erst unmittelbar vor dem Ende\nder Hauptverhandlung gemacht (en)\" Angaben des\nAngeklagten über die strafrechtliche Verstrikkung des Zeugen zutreffen. Dies weist keinen\nRechtsfehler auf (vgl. BGHR BtMG S 31 Nr. 1 Auf-\n\n6\n\ndeckung 7, 21). S 31 Nr. 1 BtMG honoriert lediglich den Aufklärungserfolg, nicht aber bereits\ndas entsprechende Bemühen (vgl. Körner BtnMG\n\n3. Aufl. $S 31 Rdn. 32, 33 m. Rechtspr.-Nachw.).\nEs ist deshalb das Risiko des Angeklagten, daß\ner die Privilegierung des § 31 BtMG deshalb\nnicht erlangt, weil er einen zwar möglicherweise\nwahren, aber nicht bis zum Schluß der Beweisaufnahme zur Überzeugung des Tatrichters bewiesenen\nSachverhalt schildert (vgl. BGHSt 31, 163, 167).\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nSalger Steindorf Maatz\nTolksdorf Tepperwien","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-11-05/4-str-517-92","cited_norms":[{"jurabk":"BtMG 1981","ref":"§ 31","ref_norm":"31","n":2}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1992-11-05/4-str-517-92","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:30.087328+00:00"}}