{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1991-06-25_4_StR_264_91_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1991-06-25","aktenzeichen":"4 StR 264/91","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"7\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n4 StR 264/91 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nSiegfried Helmut M EEE aus WER, dort geboren am\n\nEEE 1947, zur Zeit in Haft,\n\nwegen unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln u.a.\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des\nGeneralbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers\nam 25. Juni 1991 einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil des\nLandgerichts Arnsberg vom 27. Februar 1991 wird als\nunbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils\nauf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (Ss 349\nAbs. 2 StPO).\n\nEine hier nicht ausschließbar fehlerhafte Annahme eines\nalle Rauschgiftgeschäfte des Angeklagten umfassenden\nGesamtvorsatzes hat sich ersichtlich nicht zu seinem\nNachteil ausgewirkt. Der Eintritt der Verjährung bezüglich einzelner vor dem 25. Juli 1984 (Ss 78 Abs. 3\n\nNr. 4, 78 c Abs. 1 Nr.5 StGB; vgl. SA Bd. I Bl. 9) begangener Einzelakte des unerlaubten Handeltreibens\nwürde den Schuldumfang nicht erheblich verringern,\nzumal da die rechtsfehlerfrei festgestellte Beteiligung\ndes Angeklagten an der Einfuhr in den Fällen Oertel und\nWernerus nicht verjährt ist (vgl. BGHR StGB § 78 Abs. 1\nTat 1). Der Senat kann deshalb ausschließen, daß die\nStrafkammer bei zutreffender Beurteilung des Konkurrenzverhältnisses auf eine noch niedrigere als die\nvergleichsweise milde Strafe erkannt hätte. Hinzu\nkommmt, daß es dem Tatrichter nicht verwehrt gewesen\nwäre, bei der Strafzumessung auch verjährte Tatteile\nzum Nachteil des Angeklagten zu berücksichtigen (BGH\nNJW 1987, 3144, 3145; BGHR StGB vor § 1/fortgesetzte\nHandlung Gesamtvorsatz 21).\n\n77\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels\nzu tragen.\n\nSalger Meyer-Goßner Steindorf\nMaatz Basdorf","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-06-25/4-str-264-91","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1991-06-25/4-str-264-91","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:22:09.130761+00:00"}}