{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1989-07-18_4_StR_348_89_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1989-04-27","aktenzeichen":"4 StR 348/89","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"+F\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n4 StR 348/89 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nRainer K u zus LU, geboren am\nGE :°:55 in 1, zur zeit in Haft,\n\nwegen sexueller Nötigung u.a.\n\nwıIII\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\n\ndes Generalbundesanwalts am 18. Juli 1989 beschlossen:\n\nAuf den Antrag des Angeklagten auf Entscheidung\ndurch das Revisionsgericht wird der Beschluß\ndes Landgerichts Münster vom 18. April 1989\n\naufgehoben.\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten durch Urteil vom\n3. Januar 1989 wegen sexueller Nötigung in Tateinheit mit\nsexuellem Mißbrauch eines Kindes zu einer Freiheitsstrafe\nvon drei Jahren verurteilt. Die Revision des Angeklagten\ngegen dieses Urteil hat das Landgericht durch Beschluß vom\n18. April 1989 als unzulässig verworfen. Gegen diesen dem\nAngeklagten und seinen Verteidigern nach dem 21. April 1989\nzugegangenen Beschluß hat der Angeklagte durch seinen Verteidiger mit dem am 27. April 1989 beim Landgericht eingegangenen Schriftsatz vom 26. April 1989 den Antrag auf Entscheidung des Revisionsgerichts gemäß S 346 Abs. 2 Satz 1\nStPO gestellt.\n\nDieser form- und fristgerechte Antrag ist begründet.\nDer Verteidiger des Angeklagten hat mit Telebrief vom\n10. Januar 1989, der am selben Tag bei der angeschriebenen\n\n-3-\n\nFernschreibstelle eingegangen ist, Revision gegen das Urteil\ndes Landgerichts vom 3. Januar 1989 eingelegt (Bd. I\n\nBl. 109, 298 d.A.). Die Übermittlung durch Telebrief genügt\nder Schriftform (Ruß in KK, 2. Aufl. S 314 StPO Rdnr. 13).\nDer Eingang war auch rechtzeitig. Nach Auskunft des Präsidenten des Landgerichts handelt es sich bei der Fernschreibstelle, bei welcher der Brief eingegangen ist, um eine \"gemeinsame Fernschreibstelle\" der Justizbehörden in Münster,\ndie auf den vom Landgericht verwendeten Briefkopfbögen als\nFernschreibstelle (auch) des Landgerichts angegeben ist. Die\nRevision des Angeklagten ist deshalb binnen einer Woche nach\nVerkündung des angefochtenen Urteils, nämlich am 10. Januar\n1989 und nicht erst am 11. Januar 1989, wie der Eingangsstempel des Landgerichts auszuweisen scheint, beim Landgericht eingegangen.\n\nSalger Laufhütte Goydke\n\nMeyer-Goßner Steindorf","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-04-27/4-str-348-89","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1989-04-27/4-str-348-89","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:21:38.331171+00:00"}}