{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1985-11-19_4_StR_602_85_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1985-11-19","aktenzeichen":"4 StR 602/85","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n4 StR 602/85 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nUdo W HE aus Sp. seboren am. @B 1965 in\nCE , zur Zeit in Haft,\n\nwegen Mordes u.a.\n\n674\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 19. November 1985 gemäß 8 349 Abs. 2 und\n\n4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird das\nUrteil des Landgerichts Essen vom 3. Juli 1985 dahin geändert, daß der Angeklagte\ndes Mordes in Tateinheit mit schwerem Raub\n(8 250 Abs. 1 Nr. 3 StGB) schuldig ist.\n\nIm übrigen wird die Revision als unbegrün-\n\ndet verworfen, weil die Nachprüfung des Urteils aufgrund der Revisionsrechtfertigung\n\nkeinen Rechtsfehler zum Nachteil des Ange-\n\nklagten ergeben hat.\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des\nRechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDer Schuldspruch mußte geändert werden, weil entgegen der Ansicht des Landgerichts Raub mit Todesfolge\n(§ 251 StGB) nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht mit einem vorsätzlichen Tötungsdelikt\ntateinheitlich zusammentreffen kann (BGHSt 26, 175; BGH,\nUrteilevom 2. September 1980 - 1 StR 434/80 - und vom\n23. Mai 1984 - 3 StR 117/84 - sowie Beschluß vom 19. November 1981 - 4 StR 588/81) und hier kein Anlaß besteht,\nvon dieser Rechtsprechung abzugehen. Danach war der Angeklagte wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem Raub gemäß 8 250 Abs. 1 Nr. 3 StGB zu verurteilen.\n\n57\n\nDer Strafausspruch bleibt von der Änderung des\nSchuldspruchs unberührt, da durch die Änderung die\nSchwere des Unrechts und der Schuld nicht gemindert\nwird. Der Tatrichter war auch nicht gehindert, die in\n§ 251 StGB zum Ausdruck gekommene gesetzgeberische Unrechtsbewertung bei der Bemessung der Strafe im vorlie-\n\ngenden Fall mit zu berücksichtigen.\n\nSalger Hürxthal Knoblich\nGoydke Jähnke","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-11-19/4-str-602-85","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 251","ref_norm":"251","n":2}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-11-19/4-str-602-85","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:20:43.414525+00:00"}}