{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1985-06-28_4_StR_315_85_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1985-06-28","aktenzeichen":"4 StR 315/85","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n4 StR 315/85 | BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nDieter Oskar PB aus GB, geboren am\nWW. WB 1940 in Me, zur Zeit in Haft,\n\nwegen Betruges u.a.\n\nDer 4, Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 28. Juni 1985 einstimmig beschlossen;\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Frankenthal vom 4. Februar 1985\nwird verworfen. Jedoch wird der Urteilstenor\nwie folgt neu gefaßt:\n\n\"1. Das Urteil des Amtsgerichts - Schöffengerichts - Speyer vom 3. Oktober 1984\nwird aufgehoben,\n\n2. Der Angeklagte wird wegen Betruges in\nTateinheit mit Untreue, Betruges, Diebstahls in drei und Unterschlagung in\nzwei Fällen zur Gesamtfreiheitsstrafe\nvon vier Jahren und drei Monaten verurteilt.\n\n5. Der Angeklagte hat die Kosten des Verfahrens zu tragen.\"\n\nDer Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung hat keinen Rechtsfehler zum\n\n- 3 _\n\nNachteil des Angeklagten ergeben (§ 349 Abs. 2 StPo),\nJedoch mußte der Urteilsspruch des angefochtenen Urteils neu gefaßt werden: Das Landgericht hat in\nseinem Urteilstenor die Berufung des Angeklagten\n\nin dem zu dem erstinstanzlichen Verfahren hinzuverbundenen Berufungsverfahren verworfen, ihn aber\nsodann gleichwohl u.a. wegen \"Unterschlagung in\n\nzwei Fällen\" verurteilt, wobei diese Fälle das Berufungsverfahren betreffen. Das Landgericht hat\n\nzwar zutreffend aus den im Berufungsverfahren und\n\nim erstinstanzlichen Verfahren verhängten Einzelstrafen gemäß § 53 Abs. 1 StGB eine Gesanmtstrafe\ngebildet (vgl. BGH, Beschluß vom 21. Novenber 1978 -\n1 StR 497/78, mitgeteilt bei Mösl NStZ 1981, 425;\nBGHSt 29, 67, 68; BGH, Urteil vom 29, November 1984 -\n4 StR 661/84); da diese Gesamtstrafe jedoch über\ndrei Jahren Freiheitsstrafe liegt, hat es damit\ninsgesamt als Gericht erster Instanz entschieden\n(vgl. KK § 24 avc Ränr. 13 f). Das hat zur Folge,\ndaß die Berufung in Urteilsspruch nicht zu verwerfen\nist, vielmehr das amtsgerichtliche Urteil aufge-\n\nhoben werden muß, weil es durch die neue erstinstanzliche Entscheidung gegenstandslos wird (BGH,\nBeschluß vom 2. April 1985 - 4 StR 112/85).\n\nSalger Hürxthal Knoblich\nLaufhütte Meyer-Goßner","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-06-28/4-str-315-85","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 53","ref_norm":"53","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1985-06-28/4-str-315-85","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:20:38.456447+00:00"}}