{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1977-12-20_4_StR_633_77_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1977-12-20","aktenzeichen":"4 StR 633/77","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\nu StR 633/77 BESCHLUSS\n0. t2:Tt\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Arbeiter Andreas Uwe K Wu zus VOR,\ngeboren am GUEEEEEEER 1952 in Ko / Taunus ,\n\nwegen schwerer räuberischer Erpressung U.&.\n\nA\n\nuf\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts am 20. Dezember 1977 gemäß\n8 349 Abs. 1 StPO beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\n\ndes Landgerichts Münster/Westf. vom 11. März 1977\nwird als unzulässig verworfen.\n\nDer Angeklagte hat die Kosten des Rechtsmittels\n\nzu tragen.\n\nGründe:\n\nDer Generalbundesanwalt hat in seinem Antragsschreiben\nvom 6. Dezember 1977 ausgeführt:\n\n\"Der Angeklagte hat zwar durch seine Verteidigerin\nam 16. März 1977 gegen das obenbezeichnete Urteil Revision\neingelegt (Bl. 355, Bd. II), diese jedoch durch Erklärung\nvom 24. März 1977, die am selben Tage bei dem Landgericht\nMünster eingegangen ist, wirksam zurückgenommen (Bl. 358,\nBd. II). Seine Rücknahme umfaßt auch das Rechtsmittel der\nVerteidigerin. An die Rücknahmeerklärung ist der Angeklagte gebunden. Sie kann nicht widerrufen, wegen Irrtums\nangefochten oder sonst zurückgenommen werden (BGHSt 1o,\n245). BGHSt 19, 101 betrifft einen anderen Fall. Die späteren Schreiben des Angeklagten an die Verteidigerin vom\n26. August und 25. September 1977, die also nicht an die\nStrafkammer gerichtet sind und in denen er zudem mit keinem Wort auf seine Erklärung vom 24. März eingeht (Bl. 397,\n398 Bd. II d.A.), sind daher unbeachtlich. Daran ändert\n\nnichts, daß der Angeklagte an einem Schwachsinn ersten\nGrades leidet. Denn weder aus den Urteilsgründen noch\naus der dienstlichen Äußerung des Regierungshauptsekretärs Wilke vom 21. Oktober 1977 (Bl. 399 Bd. II) ergeben\nsich Anhaltspunkte für eine Verhandlungsunfähigkeit des\nAngeklagten (vgl. BGH bei Dallinger MDR 1958, 141; OLG\nHamm NJW 1973, 1894; Kleinknecht, StPO, 33. Aufl. Einl.9\n\nDem pflichtet der Senat bei.\n\nDie Revision muß deshalb als unzulässig verworfen\nwerden,\n\nMayr Börtzler Hürxthal\nMayer Knoblich","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-12-20/4-str-633-77","cited_norms":[],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-12-20/4-str-633-77","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:39.279519+00:00"}}