{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1977-11-22_4_StR_474_77_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1977-11-22","aktenzeichen":"4 StR 474/77","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"YA\n\nBUNDESGERICHTSHOF\n\n4 StR 474/77 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\n4. den Sozialrentner Ewald KÜMB aus VEEEES-HOEEEEN, geboren ar EEE 1927 in Heil West-\n\nfalen,\n\n2. den Kaufmann Jürgen ı GE zus TEEEED,\ngeboren am EEE 1940 in MEEEEEEEB/Westfalen,\n\nwegen Steuerhinterziehung\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts am 22. November 1977 gemäß § 349\nAbs. 4 StPO beschlossen:\n\nAuf die Revisionen der Angeklagten wird das Urteil\ndes Landgerichts Münster (Westf.) vom 16. November 1976 mit den Feststellungen aufgehoben.\n\nDie Sache wird zu neuer Verhandlung und Entscheidung, auch über die Kosten der Rechtsmittel,\nan eine andere Strafkammer des Landgerichts\nzurückverwiesen.\n\n4A\n\nGründe:\n\nDie Strafkammer hat die Angeklagten wegen Steuerhinterziehung zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die\n\nRevisionen der Angeklagten, mit denen sie das Verfahren\nbeanstanden und die Verletzung sachlichen Rechts rügen,\nhaben mit einer Besetzungsrüge Erfolg.\n\nDie Strafkammer war in der Person des Schöffen\nJohann FÜR nicht vorschriftsmäßig besetzt, weil\ndieser nicht ordnungsmäßig vereidigt worden ist (§ 338\nNr. 1 StPO).\n\nDer Generalbundesanwalt hat in seiner Antragsschrift vom 10. Oktober 1977 ausgeführt:\n\nnLetztmals ist FEB in einer Sitzung der vorhergehenden, vom 1. Januar 1973 bis 31. Dezember 1974\nlaufenden Schöffenperiode vereidigt worden. Nur bis\nzum 31. Dezember 1974 war er damals in das Amt des\nSchöffen gewählt gewesen (§ 42 Abs. 1 GVG a.F.), für\ndessen Dauer - entgegen der in der dienstlichen Äußerung\nvertretenen Rechtsauffassung - gemäß § 45 Abs. 2\nSatz 2 DRiG die Vereidigung nur gilt (vgl. BGH, Beschluß vom 1. September 1977 - 4 StR 400/77 -). Ohne\nerneute Vereidigung hätte er nach seiner Neuwahl nicht\nan einer Sitzung der neuen Schöffenperiode teilnehmen\ndürfen (vgl. BGHSt 3, 175; 4, 158)\".\n\nDer Senat schließt sich diesen Ausführungen an.\n\nDer Mangel zwingt zur Aufhebung der Verurteilung\nbeider Angeklagten in vollem Umfang und zur Zurückverweisung der Sache, ohne daß auf die übrigen Verfahrensrügen und die Sachbeschwerde der beiden Angeklagten\neingegangen zu werden braucht.\n\nMayr Börtzler Hürxthal\nMayer Knoblich","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-11-22/4-str-474-77","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 338","ref_norm":"338","n":1},{"jurabk":"GVG","ref":"§ 42","ref_norm":"42","n":1},{"jurabk":"DRiG","ref":"§ 45","ref_norm":"45","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1977-11-22/4-str-474-77","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:18:38.362488+00:00"}}