{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1974-06-06_4_StR_196_74_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1974-06-06","aktenzeichen":"4 StR 196/74","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n4 Str 196/74 ° BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Arbeiter Manfred HB zus Au dort geboren\n\nun EEE 1:5, =\n\nwegen Diebstahls u.a.\n\n‘Der 4, Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung\ndes Generalbundesanwalts und des Beschwerdeführers am\n\n6. Juni 1974 gemäß § 349 Abs. 2 StPO einstimmig beschlossen:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen das Urteil\ndes Landgerichts Aachen vom 28. Februar 1973\nwird verworfen. Jedoch wird der erste Satz\nder Urteilsformel wie folgt neu gefaßt:\n\n\"Der Angeklagte wird wegen gemeinschaftlichen Diebstahls in einem schweren Falle\n(§ 242, § 245 Nr. 1, § 47 StGB), wegen\n\nfahrlässiger Trunkenheit im Verkehr in\nTateinheit mit Fahren ohne Fahrerlaubnis\n(88 316, 73 StGB, § 21 StVG) und wegen\nversuchter sexueller Nötigung (8§ 178, 43,\n7, StGB n.F.) zur Gesamtfreiheitsstrafe\nvon 2 Jahren und 2 Monaten verurteilt.\"\n\nDer Angeklagte hat die Kosten des Rechtsmittels\nzu tragen.\n\nGründe:\n\nDer Schuldspruch läßt nach der Rechtslage, die zur\nZeit der Urteilsfindung bestanden hatte, keinen Rechtsfehler erkennen. Was die Revisionsbegründungsschrift des Wahlverteidigers vorbringt, ist offensichtlich unbegründet.\n\nFr\n\nInfolge des inzwischen in Kraft getretenen Vierten Strafrechtsreformgesetzes muß aber nunmehr die Straftat zum Nachteil der Verkäuferin Gerda DW (Fall 11\n3 der Urteilsgründe) im Hinblick auf die Milderung des\nfür minder schwere Fälle aufgestellten Strafrahmens als\nversuchte sexuelle Nötigung (§ 178 Abs. 2 StGB n.F. gegenüber § 176 Abs. 2 StGB a.F.) beurteilt werden (§ 2\nAbs. 2 StGB, § 354 a StPO). Das macht die Neufassung\nder Urteilsformel erforderlich. Zur Aufhebung im Strafausspruch und damit zu einem Erfolg der Revision kann\ndies jedoch nicht führen, Die vom Landgericht für angemessen erachtete Einzelfreiheitsstrafe von einem Jahr und\ndrei Monaten liegt so weit über der für Versuchsfälle\nbisher bei mildernden Umständen zulässigen Mindestgrenze\nvon 1 1/2 Monaten, daß die Herabsetzung dieser Mindestgrenze auf nunmehr 3/4 Monat bei einem minder ‚schweren\nFall offensichtlich ohne jede Bedeutung ist; die Höchstgrenze der Strafdrohung (5 Jahre Freiheitsstrafe) ist\nunverändert geblieben.\n\nMeyer Börtzler Mayr\nSpiegel Hürxthal","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1974-06-06/4-str-196-74","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 2","ref_norm":"2","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 47","ref_norm":"47","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 178","ref_norm":"178","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354a","ref_norm":"354a","n":1},{"jurabk":"StVG","ref":"§ 21","ref_norm":"21","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 176","ref_norm":"176","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1974-06-06/4-str-196-74","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:59.207261+00:00"}}