{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1972-02-24_4_StR_27_72_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1972-02-24","aktenzeichen":"4 StR 27/72","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n4 StR 22 BESCHLUSS\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Rentner Franz W EEB zu: Vo, geboren\nam EB 1905 in C@W/Kreis DEE (Jugoslawien),\n\nwegen Unzucht mit Kindern\n\n1;\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag\ndes Generalbundesanwalts und nach Anhörung der Nebenkläger in der Sitzung vom 24. Februar 1972 einstimmig beschlossen:\n\n1. Der Antrag der Eheleute Adolf und Renate\nHB sowie des Richard CE, sie als\nNebenkläger zuzulassen, wird zurückgewiesen,\nIhre Revisionen werden kostenpflichtig als\nunzulässig verworfen,\n\n2. Frau Herta GW wird als Nebenklägerin zugelassen. Ihre Revision gegen das Urteil des\nLandgerichts Iandau/Pfalz vom 17. Februar 1971\nwird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Nebenklägerin ergeben hat (§ 349\nAbs. 2 StPO). Die Nebenklägerin hatdie Kosten -\ndes Rechtsmittels zu tragen.\n\nGründe:\n\nDie Eheleute HE sowie Richard CP sind\nnicht berechtigt, sich dem Verfahren als Nebenkläger anzuschließen, Als Privatklagedelikt kommt allein eine Beleidigung der Eltern oder der Kinder in Frage. Dieses\nVergehen wird gemäß § 194 StGB nur auf Antrag, der gemäß\n§ 158 Abs. 2 StPO der schriftlichen Form bedarf, verfolgt,\n\nSoweit es die Eheleute HB betrifft, liest\nein solcher von den Eheleuten unterschriebener Antrag\nnicht vor. Das haben beide in ihrer richterlichen Vernehmung vom 1. Oktober 1971 (Bl. 222 d.A.) selbst bestätigt. Richard CAD hat zwar einen schriftlichen\nStrafantrag gestellt. Er ist jedoch lediglich Stiefvater des Kindes Ulrike. Zur Tatzeit übte das Kreisjugendamt Germersheim die Amtsvormunäschaft aus. Seit den\n1. Juli 1970 steht die elterliche Gewalt über das Kind\nder Mutter zu (Bl. 216 d.A.). Sie ist dementsprechend\nallein antragsberechtigt. Richard CE war es zu keiner Zeit.\n\nMeyer Mayr Spiegel\nHürxthal Buddenberg","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1972-02-24/4-str-27-72","cited_norms":[{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 194","ref_norm":"194","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 158","ref_norm":"158","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1972-02-24/4-str-27-72","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:36.529319+00:00"}}