{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1970-08-06_4_StR_332_70_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1970-08-06","aktenzeichen":"4 StR 332/70","doktyp":"Beschluss","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\n\n4 StR 332/70 BESCHLUSS\n\nin der strafsache\n\ngegen\n\nden Versicherungskaufmann Norbert, Rudolf R (Es\n\naus MB, zevoren an EEE : 9:0 in vor.\n\nwegen versuchten Betruges\n\nU\ney\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat nach Anhörung der Bundesanwaltschaft in der Sitzung vom\n\n6. August 1970 gemäß § 349 Abs. 4 StPO einstimmig beschlossen;\n\nAuf die Revision des Angeklagten wird\ndas Urteil des Landgerichts Arnsberg\nvom 6. März 1970 mit den Feststellungen\naufgehoben.\n\nDie Sache wird zu neu\n\n8\n\nund Entscheidung, auch über die Kosten\ndes Rechtsmittels, an das Amtsgericht\n\n- Schöffengericht — Arnsberg zurückverwiesen.\n\nGründe:\n\nDas Landgericht unterstellt in den Strafzumessungsgründen, der Angeklagte möge geglaubt haben, wenn auch\nmit unlauteren Mitteln, \"zu seinem Recht zu kommen\".\n\nIst er, wie es die Strafkammer danach für möglich hält,\nwirklich davon ausgegangen, die Abweisung der Klage, die\ner durch sein Täuschungsmanöver herbeiführen wollte, entspräche der materiellen Rechtslage, dann wäre sein Vorsatz nicht auf die Erlangung eines rechtswidrigen Vermögensvorteils gerichtet gewesen (vgl. BGHSt 3, 160, 162;\n\nBGH MDR 1956, 10). Die Anwendung eines unlauteren\nMittels bei der Abwehr einer Forderung, die, wie hier,\nvom Angeklagten von Anfang an nicht anerkannt war, erfüllt nicht den Tatbestand des Betrugs (vgl. BGHSt 20,\n136, 137). Das Amtsgericht, dessen Zuständigkeit gemäß § 24 GVG gegeben ist, wird daher das Verhalten des\nAngeklagten nochmal neu zu überprüfen haben.\n\nMeyer Mayr Sanders\n\nSpiegel Bundesrichter Hürxthal\nkann nicht unterschreiben,\nda er beurlaubt ist.\n\nMeyer","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-08-06/4-str-332-70","cited_norms":[{"jurabk":"GVG","ref":"§ 24","ref_norm":"24","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-08-06/4-str-332-70","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:19.538355+00:00"}}