{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1970-01-15_4_StR_533_69_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1970-01-15","aktenzeichen":"4 StR 533/69","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"BUNDESGERICHTSHOF\nIM NAMEN DES VOLKES\n\n4 StR 533/69 URTEIL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Metallarbeiter Gerhard 5 aus\n\nG\n\nwegen fahrlässiger Volltrunkenheit\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der\nSitzung vom 15. Januar 1970, an der teilgenommen haben:\n\nSenatspräsident Meyer\n\nBundesrichter\nBundesrichter\nBundesrichter\nBundesrichter\n\nals Vorsitzender,\n\nBörtzler\n\nMayr\n\nDr. Sanders\n\nDr. Dr. Spiegel\n\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanwalt Win der Verhandlung,\n\nBundesanwalt EEE dei der Verkündung des Urteils\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nJustizangestellter =\nals Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,\n\nfür Recht erkannt:\n\nDie Revision des Angeklagten gegen\ndas Urteil des Landgerichts Dortmund\nvom 8. Juli 1969 wird verworfen.\n\nDer Angeklagte hat die Kosten des\nRechtsmittels zu tragen.\n\nVon Rechts wegen\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen \"fahrläs-\n\n‘ siger Rauschtat\" (fahrlässigen Vergehens der Volltrunkenheit nach § 330 a StGB) zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Die Revision des Angeklagten, mit der er Verletzung\ndes Verfahrensrechts und des sachlichen Rechts rügt, kann\nkeinen Erfolg haben.\n\nDie Verfahrensrüge ist unzulässig, weil sie nicht,\nwie in § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO vorgeschrieben, mit Tatsachen belegt ist, die einen Verfahrensmangel enthalten.\nDie Nachprüfung des Urteils auf die allgemeine Sachrüge\nergibt keine Rechtsfehler.\n\nDie nach § 354 a StPO vom Revisionsgericht zu berücksichtigende Neufassung des § 23 StGB durch Art. 106\nAbs. 1 Nr. i des 1. StrRG zwingt in diesem Falle nicht\ndazu, die Sache zur Entscheidung über eine Strafaussetzung zur Bewährung zurückzuverweisen. Die Feststellungen des Landgerichts über das Vorleben des Angeklagten,\ninsbesondere seine Vorstrafen ergeben, daß das Landgericht die Strafe keinesfalls hätte zur Bewährung aussetzen können, selbst wenn es den § 23 StGB schon in\nder jetzt geltenden Fassung hätte anwenden müssen. Dabei\n\nist von besonderer Bedeutung, daß der Angeklagte ein\ngewohnheitsmäßiger Trinker ist und schon zweimal in den\nJahren 1966 und 1967 wegen Volltrunkenheit bestraft\n\n_ werden mußte.\n\nMeyer Börtzler Mayr\n\nSanders Spiegel","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-01-15/4-str-533-69","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 23","ref_norm":"23","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 330a","ref_norm":"330a","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 344","ref_norm":"344","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354a","ref_norm":"354a","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1970-01-15/4-str-533-69","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:17:09.866005+00:00"}}