{"status":"available","doknr":"CEBGHSTR-BGH_Strafsenat-4_NA_1966-05-13_4_StR_54_66_NA_NA_NA","ecli":null,"court":"BGH","senate":"4. Strafsenat","decided":"1966-05-13","aktenzeichen":"4 StR 54/66","doktyp":"Urteil","leitsatz":null,"text_plain":"2129 054\nBUNDESGERICHTSHOF\n\nIM NAMEN DES VOLKES\n\nURTEIL\n\nin der Strafsache\n\ngegen\n\nden Gustvrirt x MED zu: TO\ngeboren a EEE 1920 ir PD\n\nwegen fortgesetzter Anstiftung zum Meineid.\n\nh\n\nEr\n\n-2_\n\nDer 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat in der Sitzung\nvom 13. Mai 1966, an der teilgenommen haben:\n\nSenatspräsident Scharpenseel\n\nBundesrichter\nBundesrichter\nBundesrichter\n\nBundesrichter\n\nals Vorsitzender,\n\nDr. Flitner\n\nMayr\n\nDr. Sanders\n\nDr.Dr. Spiegel\n\nals beisitzende Richter,\n\nBundesanvalt >\n\nals Vertreter der Bundesanwaltschaft,\n\nJustizangestellter\n\nfür Recht erkannt:\n\nals Urkundsbeamter der Geschäftsstelle,\n\nAuf die Revision der Staatsanwaltschaft wird das Urteil\ndes Landgerichts Siegen vom 1. Juli 1965 dahin ergänzt,\ndaß dem Angeklagten vo die bürgerlichen Ehrenrechte\nfür ein Jahr und die Fähigkeit, als Zeuge oder Sachverständiger eidlich vernommen zu werden, für dauernd aber-\n\nkannt werden.\n\nDie Kosten des Rechtsmittels hat der Angeklagte zu\n\ntragen.\n\nVon Rechts wegen\n\nGründe:\n\nDas Landgericht hat den Angeklagten wegen fortgesetzter\nAnstiftung zum Meineid zu ciner Gefängnisstrafe verurteilt.\nDie Revision des Angeklagten gegen dieses Urteil hat der\nSenat durch Beschluß gcmäß § 349 Abs. 2 StPO als unbegründet\n\nverworfen.\n\n- 3.\n\nDie Revision der Staatsanwaltschaft, mit der Verletzung\ndes sachlichen Rechts durch Nichtanwendung des § 161\nAbs. 1 StGB gerügt wird, ist begründet. Da der Anstifter\nnach § 48 Abs, 2 StGB wie der Täter zu bestrafen ist, ist\nbei der Verurteilung wegen Anstiftung zum Meineid auf die\nin § 161 Abs. 1 StGB zwingend vorgeschriebenen Nebenfolgen\nzu erkennen. Eine der dort vorgesehenen Ausnahmen liegt\nhier nicht vor. Der Senat hält in Übereinstimmung mit\ndem Antrag der Staatsanwaltschaft für die Aberkennung der\nbürgerlichen Ehrenrcchte dic gesetzlich vorgeschriebene\nMindestdauer von einem Jahr (§ 32 Abs. 2 StGB) für angemessen. Dice Aberkennung der Eidesfähigkeit ist zeitlich\nunbeschränkt. Nach § 354 Abs. 1 StPO kann der Senat daher\ndas Urteil ergänzen.\n\nDie Entscheidung entspricht dem Antrag des Generalbundesanwalts.\n\nScharpenseel Flitner Mayr\nSanders Spiegel","source":"ce-bgh-str","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-05-13/4-str-54-66","cited_norms":[{"jurabk":"StGB","ref":"§ 161","ref_norm":"161","n":2},{"jurabk":"StGB","ref":"§ 32","ref_norm":"32","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 349","ref_norm":"349","n":1},{"jurabk":"StPO","ref":"§ 354","ref_norm":"354","n":1}],"authoritative_source":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","attribution":{"source":"Bundesgerichtshof","source_url":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","license":"Creative Commons Zero (CC0 1.0)","license_url":"https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/","notice":"Amtliche Entscheidung des Bundesgerichtshofs (§ 5 UrhG). Bereitgestellt über den Datensatz »Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen aus dem 20. Jahrhundert« von Seán Fobbe und Tilko Swalve, https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377, veröffentlicht unter Creative Commons Zero (CC0 1.0). Der Text wurde per Texterkennung (OCR) aus Scans des Gerichts gewonnen; die Erkennungsqualität schwankt."},"source_info":{"name":"nu:legal Deutsches Recht","operator":"Nulegal GmbH","terms":"https://recht.nulegal.eu/nutzungsbedingungen","url":"https://recht.nulegal.eu/rechtsprechung/bgh/1966-05-13/4-str-54-66","upstream":"https://doi.org/10.5281/zenodo.4540377","retrieved":"2026-08-21 23:16:22.962788+00:00"}}